Bundesliga 2005/06, 5. Spieltag
17:46 - 16. Spielminute

Gelbe Karte
Bugera
Duisburg

17:56 - 26. Spielminute

Gelbe Karte
Grlic
Duisburg

17:56 - 26. Spielminute

Gelbe Karte
Castro
Leverkusen

18:01 - 31. Spielminute

Tor 1:0
Lavric
Kopfball
Vorbereitung T. Willi
Duisburg

18:07 - 37. Spielminute

Tor 1:1
Juan
Kopfball
Vorbereitung Athirson
Leverkusen

18:12 - 41. Spielminute

Tor 1:2
Berbatov
Linksschuss
Vorbereitung Athirson
Leverkusen

18:14 - 44. Spielminute

Gelbe Karte
van Houdt
Duisburg

18:45 - 58. Spielminute

Spielerwechsel (Duisburg)
Tjikuzu
für Wolters
Duisburg

18:46 - 58. Spielminute

Spielerwechsel (Duisburg)
Lottner
für Grlic
Duisburg

18:57 - 70. Spielminute

Gelbe Karte
Ramelow
Leverkusen

19:01 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Duisburg)
Ahanfouf
für van Houdt
Duisburg

19:07 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
T. Willi
Duisburg

19:08 - 81. Spielminute

Gelbe Karte
Rolfes
Leverkusen

19:15 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Lazovic
für Voronin
Leverkusen

19:17 - 89. Spielminute

Tor 1:3
Athirson
Linksschuss
Vorbereitung Lazovic
Leverkusen

19:19 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Barnetta
für Fritz
Leverkusen

MSV

LEV

5. Spieltag, MSV Duisburg - Bayer Leverkusen 1:3 (1:2)

Athirson setzt den Schlusspunkt

Trotz der 1:2 -Niederlage bei Borussia Mönchengladbach nahm MSV-Trainer Norbert Meier, der weiter auf die Defensivkräfte Hausweiler und Voss verzichten musste, keine Veränderungen vor. So mussten Ahanfouf, Lottner und Tjikuzu wieder zunächst auf der Bank Platz nehmen. Klaus Augenthaler musste nach der 0:1 -Niederlage im UEFA-Cup gegen ZSKA Sofia seinen Hut nehmen, Rudi Völler gab so sein Comeback auf der Trainerbank von Bayer Leverkusen. Der ehemalige Teamchef der DFB-Auswahl stellte das Team auf zwei Positionen um: Die in der Liga Rot-gesperrten Roque Junior und Babic wurden durch Madouni und Castro ersetzt.


Der 5. Spieltag im Überblick


Die Anfangsphase in der MSV-Arena gehörte der Heimelf. Duisburg attackierte früh und ließ Leverkusen nicht zur Entfaltung kommen. Dennoch gab es den ersten Aufreger vor dem MSV-Tor: Berbatov traf nach drei Minuten nach Zuspiel von Schneider, doch der Bulgare stand im Abseits. Die "Zebras" agierten in der Folge zielstrebig und ließen Bayer kaum Luft zum Verschnaufen. Van Houdt setzte den Ball aus kurzer Distanz neben das Tor (5.), Grlic zwang mit einem Flankenball von links Butt zu einer Glanzparade (9.) und Kurth drückte eine Lavric-Flanke über den Querbalken (12.). Leverkusen, mit Ramelow als Chef der Dreierkette in der Abwehr, wirkte in dieser Phase reichlich unsortiert und fand nur schwer ins Spiel. Duisburg konnte aus seiner Überlegenheit aber weiter kein Kapital schlagen und ließ Bayer mit zunehmender Spieldauer besser ins Spiel kommen. Ein Knaller von Fritz, den Koch noch über das Tor lenkte (22.), war eine erste Warnung von Leverkusener Seite. Lavric hätte den ersten zaghaften Bemühungen der Völler-Elf einen Dämpfer versetzen können, doch Ramelow konnte den MSV-Stürmer, der den Ball schon an Butt vorbeigelegt hatte, im letzten Moment am Einschuss hindern. Nach einer guten halben Stunde gelang Duisburg in einer nun offen geführten Partie dann doch das 1:0: Rolfes und Athirson ließen Willi flanken, in der Mitte war Lavric einen Schritt schneller als Ramelow und köpfte vom vorderen Fünfmetereck ins linke Toreck. Durch eine Standardsituation kam Leverkusen aber nur sechs Minuten nach dem Rückstand wieder ins Spiel zurück. Juan war nach einer Ecke von Athirson mit dem Kopf zur Stelle und drückte das Leder in das MSV-Tor. Nur vier Minuten später schlug Leverkusen ein weiteres Mal eiskalt zu und ging sogar in Führung. Schneider setzte mit einem klugen Zuspiel Athirson in Szene, der den Ball fast von der Torauslinie zurück auf Berbatov legte. Der Bulgare hatte keine Mühe, das Leder aus kurzer Distanz über die Linie zu bugsieren.

Der zweite Durchgang begann arm an Höhepunkten, weil sich beide Teams im Mittelfeld neutralisierten und die finalen Pässe meist in den Beinen des Gegners landeten. Lediglich Voronin hatte eine gefährliche Aktion zu verzeichnen, als er einen schnell ausgeführten Schneider-Freistoß aus halblinker Strafraumposition an das Außennetz drosch (51.). Nach einer knappen Stunde reagierte MSV-Trainer Norbert Meier und brachte mit Spielmacher Lottner und Tijkuzu zwei frische Kräfte, allerdings fehlte weiter die Zielstrebigkeit Richtung Bayer-Tor. Die neu formierte Bayer-Deckung wurde von Abwehrchef Ramelow gut organisiert, allerdings machte der Aufsteiger durch zu viele Fehler im offensiven Passspiel die Aufgabe für die Leverkusener Hintermannschaft auch nicht allzu schwer. Die gefährlichste Situation ergab sich daher auch durch eine Standardsituation, doch Butt entschärfte einen von Lottner Richtung rechtes Tordreieck gezirkelten Freistoß mit einer Glanzparade (78.). Sieben Minuten vor dem Ende hätte Rolfes alles klar machen können, doch nach einem Schneider-Pass scheiterte er alleine vor Koch am MSV-Torwart. Besser machte es Athirson elf Minuten später, der mit einem 20-Meter-Knaller in den linken Winkel den Leverkusener Sieg sicherstellte.

Spieler des Spiels

Athirson Mittelfeld

1,5
Spielnote

3,5
Tore und Karten

1:0 Lavric (31', Kopfball, T. Willi)

1:1 Juan (37', Kopfball, Athirson)

1:2 Berbatov (41', Linksschuss, Athirson)

1:3 Athirson (89', Linksschuss, Lazovic)

Duisburg

G. Koch 4 - Wolters 4 , Möhrle 4,5, Baelum 4,5, Meyer 4 - Grlic 4,5 , Bugera 3,5 , T. Willi 3,5 , van Houdt 4,5 - Lavric 3 , M. Kurth 4

Leverkusen

Butt 3 - Madouni 3,5, Ramelow 4,5 , Juan 3 - Fritz 3,5 , Castro 4 , Rolfes 4 , Athirson 1,5 , B. Schneider 4 - Berbatov 3 , Voronin 3

Schiedsrichter-Team

Michael Weiner Hasede

2
Spielinfo

Stadion

MSV-Arena

Zuschauer

24.111

Der MSV Duisburg kann zu Hause gegen Leverkusen einfach nicht gewinnen. Bayer hielt sich auch im achten Spiel in den letzten 24 Jahren schadlos und kam nach der Entlassung von Klaus Augenthaler beim Comeback von Rudi Völler auf der Trainerbank zu einem 3:1-Erfolg. In einer offen geführten Partie drehte Leverkusen die MSV-Führung durch einen Doppelschlag noch vor der Pause. Die "Zebras" warten weiter auf den ersten "Dreier" und bleiben im Tabellenkeller hängen. Leverkusen dagegen hat sich aus den gefährdeten Regionen zunächst verabschiedet.