Bundesliga 2005/06, 2. Spieltag
17:39 - 9. Spielminute

Tor 0:1
Feulner
Rechtsschuss
Vorbereitung Springer
Köln

17:53 - 24. Spielminute

Gelbe Karte
Streit
Köln

18:05 - 35. Spielminute

Foulelfmeter
Meißner
verschossen
Stuttgart

18:04 - 35. Spielminute

Gelbe Karte
Springer
Köln

18:15 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Meißner
Stuttgart

18:15 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Streller
Stuttgart

18:33 - 47. Spielminute

Tor 0:2
Streit
Rechtsschuss
Vorbereitung Podolski
Köln

18:35 - 49. Spielminute

Spielerwechsel
Gomez
für Hitzlsperger
Stuttgart

18:37 - 51. Spielminute

Gelbe Karte
Lell
Köln

18:40 - 54. Spielminute

Spielerwechsel
Gentner
für Grönkjaer
Stuttgart

18:41 - 55. Spielminute

Tor 0:3
Streit
Rechtsschuss
Köln

18:44 - 58. Spielminute

Tor 1:3
Streller
Linksschuss
Vorbereitung Magnin
Stuttgart

18:54 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Grammozis
Köln

18:56 - 69. Spielminute

Tor 2:3
Tiffert
Rechtsschuss
Vorbereitung Streller
Stuttgart

18:55 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Scherz
für Lell
Köln

18:58 - 71. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Sinkala
Köln

18:58 - 72. Spielminute

Gelbe Karte
Tiffert
Stuttgart

19:06 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Benschneider
für Guié-Mien
Köln

19:11 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Madsen
für Streit
Köln

VFB

KOE

2. Spieltag, VfB Stuttgart - 1. FC Köln 2:3 (0:1)

Streit trifft, Wessels hält, Sinkala fliegt

Beim VfB Stuttgart gab es im Vergleich zum 1:1-Unentschieden in Duisburg folgende personelle Änderungen: Magnin, Grönkjaer und Tiffert erhielten den Vorzug vor Stranzl, Gentner und Soldo. Streller ersetzte den Rot-gesperrten Cacau. Kölns Trainer Uwe Rapolder brachte nach dem 1:0-Erfolg gegen den FSV Mainz Lell in der Abwehr für Siegtorschütze Schlicke, der wegen eines Muskelfaserrisses passen musste. Guié-Mien spielte an Stelle von Madsen.


Der 2. Spieltag im Überblick


Köln begann sehr forsch, versteckte sich keineswegs, griff früh an und suchte den Weg nach vorne. Der VfB versuchte, mit ruhigem Aufbauspiel Kontrolle auszuüben, was aber zunächst nicht recht gelingen mochte. Die erste Chance besaß Kölns Feulner nach Fehler von Meira, verzog aber aus 15 Metern halblinker Position mit dem rechten Fuß, der Ball ging rechts vorbei. Doch bereits in der 9. Minute machte es Kölns Nummer 23 besser: Podolski spielte aus der Mitte weit nach links zu Springer, der sofort flach nach innen zum mitgelaufenen Feulner passte. Der Ex-Münchner hatte keine Mühe und vollendete aus elf Metern. Und Feulner blieb der Mann der Anfangsviertelstunde: Der Kölner lief nach einem Konter allein auf Hildebrand zu, der Keeper behielt allerdings im Eins-gegen-Eins per Fußabwehr die Oberhand. Der VfB fand erst nach und nach mehr zum Spiel, tat sich im Spielaufbau gegen die aufmerksame und aggressiv zu Werke gehende Kölner Defensive aber schwer. Zudem mussten die Schwaben nach Ballverlust vor den schnellen Gegenstößen der Rapolder-Elf auf der Hut sein. Die erste echte Torchance hatte der VfB nach einer guten halben Stunde, als Tiffert steil in die Gasse zu Tomasson spielte, dieser aber aus 13 Metern haarscharf links vorbeischoss. Die große Chance zum Ausgleich bot sich dem VfB, nachdem Matip Tomasson im Strafraum umgeschubst hatte. Meißner schoss den fälligen Strafstoß aufs linke untere Eck, Wessels tauchte aber ab und parierte (35.). Die Bemühungen der Stuttgarter, noch vor dem Halbzeitpfiff zum Ausgleich zu kommen, blieben durchweg Stückwerk. Die FC-Abwehr um Grammozis stand gut, packte dann und wann auch kraftvoll zu und ließ keine weitere Chance zu. Nach dem Wechsel erwischten die Kölner einen noch besseren Start als zu Beginn der Partie: Schneller Konter der Kölner. Feulner passte zu Podolski, der zog links davon und passte maßgenau nach innen zum mitgelaufenen Streit, der aus kurzer Distanz das 2:0 markierte. Der VfB war konsterniert, es lief fast nichts mehr zusammen. Trainer Trapattoni brachte mit Gomez und Gentner frische Kräfte, doch das Ergebnis war das 0:3: Streit luchste Gentner in dessen erster Aktion den Ball ab, zog in den Strafraum und ließ Hildebrand mit einem schönen Rechtsschuss aus 13 Metern halbrechter Position ins linke Eck keine Chance (55.). Nur drei Minuten später zeigte die Kölner Abwehr aber Nachlässigkeit und markierte die Gegenspieler nicht eng genug. Und dies wurde sofort bestraft: Magnin flankte von der linken Seite flach nach innen zu Streller, der Wessels mit einem Linksschuss aus zwölf Metern überwand. Der VfB wollte nun natürlich nachlegen, tat sich gegen die abgebrühten Kölner aber sehr schwer. Es fehlte an Kreativität und an Tempo, um den Abwehrverbund in Verlegenheit zu bringen. Doch dann fällt überraschend doch das 2:3: Köln schlief nach der Einwechslung von Scherz für Lell. Streller nutzte die Unachtsamkeit und bediente Tiffert mit der Hacke. Dieser ließ Wessels aus sieben Metern mit rechts keine Chance und schoss ins rechte Eck (69.). Und es kam noch dicker für den FC: Sinkala und Tiffert sahen nach einem Gerangel beide Gelb. Für den Kölner war es aber die zweite, er musste vom Feld (71.). Der VfB erhöhte die Schlagzahl, zog gegen die mit zehn Mann um den eigenen Strafraum stehenden Kölner ein Powerplay auf. Doch der FC machte die Räume enorm eng und kämpfte aufopferungsvoll. Zudem lauerte die Rapolder-Elf natürlich noch immer auf einen schnellen Gegenstoß. So brauchte der VfB für die nächste gute Torchance eine Standardsituation: Magnin schoss einen direkten Freistoß aus 20 Metern aufs Dreieck des Torhüterecks, doch Wessels ließ sich nicht düpieren und parierte klasse (85.). Der 1. FC Köln gewann auch das zweite Saisonspiel und setzte sich nicht unverdient mit 3:2 beim VfB Stuttgart durch, der sogar 20 Minuten in Überzahl agierte. Der FC spielte hervorragenden Konterfußball, stand bis auf zwei Unaufmerksamkeiten in der Deckung sicher und hatte Wessels im Tor, der einen Elfmeter Meißners entschärfte.