Bundesliga

Europa League? Beim VfB "sagt keiner nein"

Stuttgart: Zieler stark und realistisch

Europa League? Beim VfB "sagt keiner nein"

Zeigte eine ganze Reihe erstklassiger Paraden: Ron-Robert Zieler.

Zeigte eine ganze Reihe erstklassiger Paraden: Ron-Robert Zieler. imago

Nämlich als er in der 66. Minute einen Ball in die Füße von Karim Bellarabi spielte - aber seinen Fauxpas selbst ausbügelte. "Ich wollte dir auch zeigen, dass ich im Eins-gegen-eins stark bin", sagte Zieler laut einem schmunzelnden Michael Reschke, der ergänzte: "Ich kann auf diese Aktionen verzichten, aber ansonsten hat er das sensationell gemacht." In der Tat: Der Schlussmann hielt den VfB beim 1:0 im Spiel, parierte den Strafstoß von Lucas Alario und meisterte diverse weitere, heikle Situationen.

Der Gelobte selbst pries vor allem die Kollegen: "Die Mannschaft hat jetzt elf, zwölf Wochen unheimlich viel Kraft investiert, dafür haben wir uns belohnt." Mit Platz acht. Kein Wunder also, dass nach Schlusspfiff schnell nach der Europa League gefragt wurde - denn bei einem Sieg des FC Bayern im DFB-Pokalfinale reicht auch Rang sieben für das internationale Geschäft.

"Ich wusste, dass das kommt", kommentierte Zieler die Frage nach Europa, geriet dann aber ins Stutzen, als er auf den aktuellen Stand gebracht wurde - schließlich trennt den Siebten, Eintracht Frankfurt, und den VfB mittlerweile nur noch ein Zähler. "Ein Punkt nur. Ach so, okay", sagte Zieler, pochte aber zugleich auf Realismus, nicht zuletzt ob der beiden kommenden Gegner, TSG Hoffenheim (H) und Bayern München (A). "Sollten wir es schaffen, sagt keiner nein", erklärte der 29-Jährige, der unterm Bayer-Kreuz zum Mann des Tages avancierte, und kündigte an: "Wir werden Hoffenheim ein hartes Spiel liefern."

Benni Hofmann