Schockdiagnose für Gladbachs Kapitän

Stindl: "Bitter, dass mein WM-Traum geplatzt ist"

Lars Stindl

Der bittere Gang in die Kabine: Lars Stindl. imago

Aus für den Rest der Bundesligasaison. Aus für die Weltmeisterschaft in Russland. Lars Stindl hat sich beim 1:1 auf Schalke (1:1) am Samstag einen Syndesmoseriss im linken Sprunggelenk zugezogen. Das ergaben die weiteren medizinischen Untersuchungen. Stindl wird in dieser Woche operiert und fällt nach offiziellen Vereinsangaben "mehrere Wochen" aus; insgesamt ist bei einer solchen Verletzung mit einer Pause von drei Monaten zu rechnen. Der DFB-Elf steht der 29-Jährige beim Turnier in Russland somit nicht zur Verfügung.

"Sich zu diesem Zeitpunkt der Saison so schwer zu verletzen, ist sehr hart. Zum einen kann ich der Mannschaft jetzt nicht im wichtigen Saisonfinale helfen, zum anderen ist es sehr bitter, dass damit auch mein WM-Traum geplatzt ist", sagte Stindl nach der Hiobsbotschaft. Borussias Kapitän war Mitte der ersten Spielhälfte bei einem Zweikampf mit Thilo Kehrer umgeknickt und noch während des Spiels in ein Gelsenkirchener Krankenhaus gebracht worden. Eine anschließende MRT-Untersuchung in Mönchengladbach erbrachte die Schockdiagnose. Auch an der Kapsel im Sprunggelenk hat sich Stindl verletzt.

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"Das ist eine ganz schlimme Nachricht für Lars", sagte Trainer Dieter Hecking am Sonntag zum kicker. Dass die lange Ausfallzeit seines Leaders nicht nur dessen WM-Aus bedingt, sondern auch für die Borussia zum Handicap in der Vorbereitung auf die neue Saison werden könnte, damit wollte sich der Fohlen-Trainer am Sonntag noch nicht beschäftigen: "Darüber mache ich mir heute nach so einer Diagnose keinerlei Gedanken." Für Stindl ist es die erste richtig schwere Verletzung, seit er im Sommer 2015 von Hannover 96 an den Niederrhein gewechselt ist.

Im anstehenden Heimspiel gegen den SC Freiburg muss Hecking somit auf einen Großteil seiner Mittelachse verzichten. Neben Stindl in der Offensive fehlen auch die gelbgesperrten Mittelfeldspieler Christoph Kramer und Denis Zakaria sowie Innenverteidiger Jannik Vestergaard.

Jan Lustig