Veilchen am Freitag in Bochum gefordert

Aues Bertram: "Wir kommen da raus"

Sören Bertram

Beim FC St. Pauli und dem Hamburger SV ausgebildet: Offensivmann Sören Bertram. imago

Es war nicht der Nachmittag des FC Erzgebirge. Gegen die Zebras gerieten die Sachsen am vergangenen Sonntag wenige Minuten nach der Pause auf die Verliererstraße. Ein umstrittener Strafstoß läutete die 1:3-Schlappe des FCE ein. Nach einem Zweikampf zwischen Aues Calogero Rizzuto und Duisburgs Cauly Oliveira Souza zeigte Schiedsrichter Lasse Koslowski (kicker-Note 5) auf den Punkt. "Ich gehe mit Cauly zum Ball, wir beide stellen den Körper rein, und er fällt. Du kannst doch in solch einer Situation keinen Elfmeter pfeifen. Das war keiner, das hat alles kaputt gemacht. Danach war eine unglaubliche Hektik im Spiel", ärgerte sich der "Übeltäter" nach dem Schlusspfiff. Tatsächlich entglitt den Hausherren die Partie, am Ende standen sie ohne Punkte da - und müssen den Blick wieder verstärkt nach unten richten.

"Das ist schon bitter", hielt Christian Tiffert fest. "Aber wir haben es auch nicht genug gemacht. Uns hat vor allem der Mut gefehlt." Den wollen der 36-jährige Routinier und seine Mannschaft rechtzeitig wiederfinden. Der Spielplan führt Aue am kommenden Freitagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) nach Bochum. Dort sollen im besten Fall drei Punkte mitgenommen werden, um gegenüber der Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt vorzulegen - und einen großen Schritt in Richtung Ligaverbleib zu machen. Denn nach dem letzten Heimspiel gegen Dresden gastieren die Veilchen beim Vorletzten Darmstadt. Ein Endspiel bei den momentan fünf Punkte entfernten Lilien soll in jedem Fall verhindert werden.

Comebacker Bertram bleibt gelassen

"Wir wissen mit solchen Situationen umzugehen, haben schon etliche in dieser Saison gemeistert", gibt sich Offensivmann Sören Bertram allerdings gelassen. Der 26-Jährige hatte gegen Duisburg sein Comeback nach Sehnenriss gegeben und 30 Minuten auf dem Feld gestanden. Vor dem Duell mit seinem Ex-Klub Bochum bleibe zwar "nicht viel Zeit, zum nachzudenken", für Bertram ist aber ohnehin klar: "Wir kommen da raus."

pau/tn