Leibold fehlt im Duell mit der besten Offensive der Liga gesperrt

Topspiel in Kiel: Nürnberg droht auch Ewerton-Ausfall

Ewerton

Gegen Ingolstadt stark, in Kiel nicht dabei? Club-Verteidiger Ewerton. imago

Kiel gegen Nürnberg - das ist auch das Duell der beiden besten Offensivreihen der 2. Liga. Mehr Tore als Holstein (58) hat kein Team geschossen. Da kommt es dem Club (52) sehr ungelegen, dass am Montag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gegen Ducksch & Co. vielleicht gleich zwei wichtige Abwehrstützen fehlen werden. Linksverteidiger Tim Leibold verpasst das Topspiel auf jeden Fall gesperrt, nachdem er beim 1:1 in Ingolstadt seine fünfte Gelbe Karte sah.

Fraglich ist der Einsatz von Abwehrchef Ewerton, der sich mit muskulären Problemen in der Wade herumschlägt. Beim FCI war der Brasilianer zuletzt der beste Nürnberger, überzeugte mit Zweikampfstärke und klugem Aufbauspiel (kicker-Note 2). Sollte Ewerton ausfallen, würde wohl Lukas Mühl in die Startelf rücken, dem Trainer Köllner am Freitag "einen guten Rhythmus" attestierte.

Sepsi? Garcia? Dreierkette?

Unklar ist hingegen, wie Köllner den Leibold-Ausfall aufzufangen gedenkt. Als Linksverteidiger stünden Laszlo Sepsi und Ulisses Garcia bereit. Das Problem: Beide haben in dieser Saison kaum gespielt, standen bislang noch nie in der Startelf. Der Rumäne kam 16 Minuten zum Einsatz (beim 3:2 in Braunschweig am 15. Spieltag), die Werder-Leihgabe musste sich seit seinem Winterwechsel nach Franken mit 38 Einsatzminuten begnügen (fünf beim 3:1 gegen Duisburg, 33 beim 0:0 in Bochum).

"Normalerweise wird es einer von den beiden sein", sagte Köllner bei seiner Pressekonferenz vor dem ersten Club-Gastspiel in Kiel zwar. Denkbar wäre aber auch, dass er hinten auf Dreierkette umstellt (und zum Beispiel Eduard Löwen zurückzieht). Generell macht sich Köllner keine Sorgen, es seien öfter Leistungsträger ausgefallen: "Wir haben in dieser Saison bislang alles gut umschifft. Das wichtigste ist, dass wir das Beste auf den Platz bringen."

"Wir werden auf Tore aus sein" - 2300 Fans im hohen Norden

Die Marschroute soll dabei auch im kleinen Kieler Stadion, in dem Köllner "viel Theater, viel Hektik" erwartet, eine offensive sein. "Wir werden nicht nachlassen, wir werden auf Tore aus sein. Das ist unser Erfolgsmerkmal die ganze Saison. Daran werden wir nichts ändern", kündigte der FCN-Coach an und formulierte ein Unentschieden als Minimalziel. Mit einem solchen würden die Nürnberger ihren Zwei-Punkte-Vorsprung auf Holstein behaupten.

Dass rund 2300 Club-Fans am Montag die rund 700 Kilometer lange Reise nach Kiel antreten werden, findet Köllner bemerkenswert. In den letzten Wochen sei der Support "das Zünglein an der Waage" gewesen: "Unsere Fans brauchen wir. Sie sind ein ganz, ganz wichtiger Baustein. Das wird beim Club auch nie anders werden."

Lizenz erstmals seit Jahren ohne Bedingungen

Gute Nachrichten hatte es für die Nürnberger am Donnerstag von der DFL gegeben. Diese erteilte dem Club die Lizenz 2018/19 für die erste und zweite Liga zwar wie erwartet mit Auflagen, aber erstmals seit einigen Jahren wieder ohne Bedingungen.

ski