Torhüter verspricht nicht, in Köln zu bleiben, geht aber offenbar davon aus

Horn betont das "Wir", aber Wechsel ist "eine Option"

Timo Horn

Fängt er auch nächste Saison noch den Ball für den 1. FC Köln? Timo Horn. imago

Als sich Timo Horn nach dem Vormittagstraining den Fragen der Journalisten am Geißbockheim stellte, ging es natürlich um die Zukunft des Keepers. Und dessen grundsätzliche Aussagen haben sich nicht verändert: "Ich schließe nichts im Vornherein aus. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, diesen Weg mit dem FC auch weiter zu gehen. Aber ich kann das auch nicht versprechen zum jetzigen Zeitpunkt." Und ein Wechsel sei "natürlich eine Option. Da bin ich ganz ehrlich."

Dass er sich aber noch voll im FC-Modus befindet und offenbar davon ausgeht, dass er im Sommer nicht den Verein wechselt, deuteten seine weiteren Aussagen zumindest an. So sprach Horn bei allen perspektivischen Antworten immer von "Wir" und nicht nur neutral vom 1. FC Köln. Zum Beispiel erklärte er zum Thema, welche Spieler trotz Ausstiegsklauseln bleiben könnten: "Wir werden sicherlich nicht alle halten können, das ist uns auch bewusst, aber alleine, wenn man schon den einen oder anderen Leistungsträger hier halten kann, wäre das für die Zweitligasaison schon sehr, sehr gut."

Spielersteckbrief T. Horn
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Horn Timo

1. FC Köln

Deutschland

Spielerprofil
Vereinsdaten 1. FC Köln

Gründungsdatum13.02.1948

Mitglieder101.600

VereinsfarbenRot-Weiß

Anschrift 1. FC Köln
Geißbockheim
Rhein-Energie-Sportpark
Franz-Kremer-Allee 1-3
50937 Köln

Internetwww.fc-koeln.de

Vereinsinfo

Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir uns nicht zu sehr auf diese Dinge konzentrieren wie Wechsel und Transferaktivitäten beim FC, denn es sind immer noch vier Spiele.

Timo Horn

Gleiches beim Thema Trainer Markus Anfang, der den FC im Sommer übernehmen wird. Horns Einschätzung: "Ich glaube, dass er ein sehr guter Trainer ist, der unter Beweis gestellt hat, dass er etwas aufbauen kann. In Kiel mit geringen Möglichkeiten den Verein vielleicht in die Relegation oder sogar in die 1. Liga zu führen - das ist nicht selbstverständlich. Ich hoffe, dass er auch uns so anpackt und ein klares System mitbringt. Dafür ist er auch bekannt. Von daher freuen wir uns, dass er unser neuer Trainer wird. Und dann kucken wir, dass wir den FC wieder dahinführen, wo er auch langfristig hingehört."

Horn und ganz viel "Wir". Zwar keine Garantie, dass der 24-Jährige wirklich bleibt, vor allem, wenn das Torhüterkarussell in Europa Fahrt aufnehmen sollte. Aber zumindest ein Indiz dafür, dass Horn nicht nur noch nicht abgeschlossen hat mit dem FC, sondern auch - wenn auch nur Stand jetzt - hier wohl seine Zukunft sieht.

Zudem sprach Horn über...

...die kraftraubende Aufholjagd in der Rückrunde: "Man hat in den Spielen gegen Mainz und in Berlin gemerkt, dass es viel Kraft gekostet hat, sich wieder heran zu kämpfen. Man hat fast wöchentlich Rückschläge hinnehmen müssen, musste sich aufrappeln und hat sich wieder herangekämpft. Und sich ein Endspiel gegen Mainz erspielt, dass wir nicht gewonnen haben. Danach war die Enttäuschung riesig."

...den gefühlt feststehenden Abstieg: "Man hätte in Berlin die minimale Chance weiter aufrechterhalten können. Es ist sehr bitter, dass uns das nicht gelungen ist."

...die Spekulationen, um wahrscheinliche Abgänge aufgrund von Ausstiegsklauseln: "Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir uns nicht zu sehr auf diese Dinge konzentrieren wie Wechsel und Transferaktivitäten beim FC, denn es sind immer noch vier Spiele. Und die müssen wir vernünftig absolvieren. Das ist erstmal der Fokus."

...die Problematik, trotz der ausweglosen Situation, sich in den verbleibenden vier Spielen emotional hochzufahren: "Das ist schon schwierig, dass man nach so einem Spiel (dem 1:2 in Berlin, Anm. d. Red.) weiter komplett auf Spannung bleibt. Das merkt man auch im Training. Ein bisschen Spannung ist abgefallen. Vielleicht tut das dem einen oder anderen auch gut, nicht Angst haben zu müssen, sondern befreit aufzuspielen."

...über den eigenen Anspruch in den letzten Saisonspielen: "Wir müssen alles versuchen, um für faire Verhältnisse in der Liga zu sorgen. Die Spiele von vorneherein abzuschenken, kann nicht unser Ziel sein."

...den Sonntagsgegner Schalke sowie das letzte Heimspiel der Saison gegen Bayern München: "In den letzten beiden Heimspielen noch gegen die zwei aktuell besten Mannschaften in Deutschland zu spielen, das werden noch mal Highlights und eine Herausforderung für jeden einzelnen. Aber auch Schalke ist sicherlich zu schlagen. Das ist uns auch bewusst."

Stephan von Nocks

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Von Knöpfle bis Anfang: Die Trainer des 1. FC Köln