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Fußball, Bundesliga - FC Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß erzürnt: Aussagen von Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic sind "unverschämt"

Bayern-Präsident äußert sich zum Kovac-Wechsel

Hoeneß erzürnt: Bobic-Aussagen sind "unverschämt"

Bayern-Präsident Uli Hoeneß

Klartext in Richtung Fredi Bobic: Bayern-Präsident Uli Hoeneß. imago

Bereits am Samstagnachmittag hatte sich Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic zu den harschen Vorwürfen aus Frankfurt geäußert . Am Abend zog Präsident Hoeneß in einem denkwürdigen Interview bei Bezahlsender "Sky" nach. Der 66-Jährige äußerte sich unter anderem...

...zum souveränen 5:1-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach : "In der Bundesliga sind wir im Moment wirklich überragend. Wir haben ja nicht mit der Top-Elf heute gespielt und haben Gladbach zumindest ab der 20. Minute an die Wand gespielt. Das macht unheimlich Spaß. Wir haben eine sehr professionelle, sehr seriös aufspielende Mannschaft. Für die Zuschauer muss das heute wie Ostern und Weihnachten zusammen gewesen sein."

...zu den Vorwürfen von SGE-Sportvorstand Fredi Bobic, die Bayern hätten im Rahmen der Kovac-Verpflichtung "respektlos" gehandelt : "Wir haben bewusst gestern (am Freitag, d.Red.) nichts dazu gesagt, weil wir die Aussagen von Fredi Bobic als ziemlich unverschämt gesehen haben. Erstens: Wir haben uns sehr professionell verhalten, weil wir eine Lücke im Vertrag von Niko Kovac, den er (Fredi Bobic, d.Red.) gemacht hat, ausgenutzt haben. Das ist sehr professionell. Zweitens: Wir haben uns lange überlegt, wann wir es den Frankfurtern sagen sollen. Wir hätten es ihnen nach der Saison sagen können, was normal gewesen wäre, aber dann haben wir bewusst gesagt, dass wir es ihnen so früh wie möglich sagen, damit sie die Möglichkeit haben, eine Alternative zu besorgen. Wenn wir das in vier Wochen gesagt hätten, hätten wir Ruhe gehabt und die Frankfurter den Ärger."

"Welches Interesse hätten wir, das bekanntzugeben?"

Erneut bekräftigte Hoeneß außerdem, dass die Bayern keine Informationen an die Medien gestreut haben, wie es Bobic angedeutet hatte, weil sie "gar keinen Sinn" darin gesehen hätten. So etwas zu unterstellen, bezeichnet Honeß als "unanständig, wenn man nicht die Sachlage kennt", polterte der FCB-Präsident und schob hinterher: "Welches Interesse hätten wir haben sollen, das bekanntzugeben?"

Wir hatten gar kein Interesse, außer die Frankfurter Eintracht zu schützen.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß

Ob es nicht dem Wechsel gewisse Dynamik gegeben habe, wurde Hoeneß gefragt. Seine unmissverständliche Antwort: "Zu dem Zeitpunkt war doch schon alles klar, da brauchen wir keine Dynamik reinbringen. Die Dynamik hat geendet in dem Moment, in dem Niko zugesagt hat. Wir hatten gar kein Interesse, außer die Frankfurter Eintracht zu schützen."

msc

Bilder zur Partie Bayern München - Bor. Mönchengladbach