Heidenheim schlägt sich in Nürnberg selbst

Schmidt: "Es war schon unfassbar"

Frank Schmidt

Verlor mit seinem Team zuletzt viermal in Folge: Heidenheims Trainer Frank Schmidt. imago

"Es war schon unfassbar, was heute passiert ist. Letztlich haben wir uns wieder selbst geschlagen", wird Trainer Frank Schmidt auf der Vereinswebsite der Heidenheimer zitiert. Nach dem schönen Führungstor von John Verhoek verloren die Gäste im Frankenland völlig den Kopf. Aufgrund dreier individueller Fehler machten die Nürnberger aus einem 0:1 ein 3:1.

"Wir schießen die drei Gegentore gefühlt alle selbst", merkt der FCH-Coach an. "Es ist unglaublich, dass wir nach einer 1:0-Führung zwei Minuten später plötzlich 1:2 hinten liegen. Das ist uns diese Saison heute auch nicht zum ersten Mal passiert. Daraufhin haben wir natürlich gewackelt, die Nürnberger haben das ausgenutzt und das 3:1 nachgelegt."

Nach dem Seitenwechsel brachte Joker Nikola Dovedan seine Farben in der 52. Minute auf 2:3 ran. Arne Feick hätte kurz vor dem Ende beinahe den Ausgleich besorgt, aber FCN-Keeper Fabian Bredlow war auf dem Posten. "Wir kamen noch zu richtig guten Chancen. Daher hatten wir heute diesen einen Punkt schon verdient", sagt Schmidt, weiß allerdings auch: "Wir dürfen uns aber auch nicht beschweren, wenn wir auf diesem Niveau solche Fehler machen wie in der ersten Halbzeit."

Individuelle Fehler gegen Düsseldorf abstellen

Heidenheim verlor damit zum vierten Mal in Serie, holte aus den vergangenen sechs Begegnungen nur zwei Punkte. Die Schwaben stehen aktuell auf Relegationsrang 16, haben zwei Punkte Vorsprung auf Rang 17 und drei Zähler Rückstand auf Platz 15. "Wir blicken auf eine gute zweite Halbzeit zurück, aus der wir die positiven Dinge mit in die nächste Aufgabe gegen Düsseldorf nehmen wollen. Es zählt jetzt einzig und allein zu punkten", macht Verhoek klar.

Und Dovedan ergänzt: "Was wir auf jeden Fall aus dieser Partie mitnehmen können, ist, dass wir mit jeder Mannschaft in dieser Liga mithalten können. Wir müssen aber unsere individuellen Fehler abstellen." Das will der FCH am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! auf kicker.de) in der Voith-Arena gegen den Spitzenreiter Düsseldorf zeigen.

mst