Barça-Profi würde gerne in Russland für Marokko starten

Für WM-Traum: Munir zieht wegen Nationenwechsel vor CAS

Schafft es die Barça-Leihgabe noch zur WM? Munir will sich mit einem Nationenwechsel behelfen.

Schafft es die Barça-Leihgabe noch zur WM? Munir will sich mit einem Nationenwechsel behelfen. imago

Munir - da dürfte es bei so manchem Fußballfan klingeln: Nach drei Jahren in der Jugend des FC Barcelona schaffte er über die zweite Mannschaft den Sprung zu den Profis, bei denen der Linksfuß in der Liga 26-mal zum Zug kam (vier Tore). Nach seiner Ausleihe zum FC Valencia in der Spielzeit 2016/17 (33 Spiele, sechs Tore) wurde Munir nun bei Deportivo Alaves geparkt. Im Baskenland netzte er in dieser Saison siebenmal bei 27 Liga-Einsätzen ein.

Auch seine Liste an Erfolgen lässt sich sehen: Youth-League-Sieger 2014, Klubweltmeister 2015, spanischer Meister und Pokalsieger 2015 und 2016 sowie Champions-League-Sieger 2015. Kein Wunder, dass das Barça-Talent auch für die spanische U-19- und U-21-Nationalmannschaft berufen wurde. Am 8. September 2014 debütierte er dann für die A-Nationalmannschaft, beim 5:1-Sieg in der EM-Qualifikation gegen Mazedonien wurde Munir in der 77. Minute für Koke eingewechselt. Seine einzigen 13 Minuten für "La Roja". Dadurch stand laut FIFA-Reglement aber fest: Ein Verbandswechsel ist nicht mehr möglich, Munir hätte schließlich auch für Marokko, das Heimatland seines Vaters, auflaufen können.

Brisantes Wiedersehen in Russland?

Der Weltverband hatte dies am 13. März 2018 bekräftigt, gegen diese Entscheidung geht Munir nun allerdings gemeinsam mit dem Fußball-Verband Marokkos vor - und scheut dabei auch nicht den Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS. Bis Mitte Mai hofft er auf eine Entscheidung, um noch für Marokko bei der WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) spielen zu können. Brisant: In Gruppe B träfe Munir mit den Marokkanern auf den Iran, Portugal - und Spanien.

msc