Bundesliga

Wolfsburg zieht zu selten genutzte Dauerkarten ein

VfL geht gegen Rosinenpickerei vor

Wolfsburg zieht zu selten genutzte Dauerkarten ein

Nicht immer so gut besucht: Die Volkswagen-Arena.

Nicht immer so gut besucht: Die Volkswagen-Arena. imago

Eine Dauerkarte gilt für ein Spiel als genutzt, wenn der Eigentümer die entsprechende Partie selber besucht hat oder - sofern er verhindert ist - seine Karte in die Ticketbörse eingestellt hat. Das bedeutet, dass es Personen trifft, die ihre Karte bei den 17 Heimspielen fünfmal oder weniger genutzt haben, wobei die noch ausstehenden drei Heimpartien für alle Dauerkarten bereits jetzt schon als "besucht" eingestuft wurden.

Die betroffenen Fans sind zwar nicht davon ausgeschlossen, sich zum Start der freien Verkaufsphase wieder um eine oder mehrere Dauerkarten zu bemühen. Der Klub weist aber ausdrücklich darauf hin, dass es "keine Garantie auf den Wiedererwerb des bestehenden Sitzplatzes" gibt. Die Wolfsburger betonen indes, dass es auch "Härtefall-Regelungen" gibt. So würden beispielsweise "längere Krankheiten" entsprechend positiv zu Gunsten der Dauerkarten-Inhaber berücksichtigt werden.

"Unabhängig von unserer derzeitigen Lage fällt es uns natürlich nie leicht, jemandem eine Kündigung auszusprechen. Schließlich möchten wir, dass möglichst viele Menschen oft und gerne zu uns kommen", wird VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher in einer Pressemitteilung der Wölfe zitiert: "Der VfL Wolfsburg hat die mit Abstand günstigsten Dauerkarten und auch günstigsten Tageskarten in der Bundesliga, weil wir der festen Überzeugung sind, dass der Besuch eines VfL-Spiels für jeden bezahlbar bleiben muss."

Den Niedersachsen geht es im Grunde darum, Rosinenpickerei zu verhindern, wie Schumacher erklärt: "Wenn unsere Preispolitik dazu geführt hat, dass Dauerkarten, insbesondere in der Nordkurve, nur bei einigen ausgewählten Heimspielen genutzt werden, der Platz ansonsten aber leer bleibt, brauchen wir einfach Wege, diese Ungerechtigkeit gegenüber anderen Fans zu beheben".

Die nun angekündigte Vorgehensweise hat der VfL bei der Vergabe der Dauerkarten 2015 auch auf ausdrücklichen Wunsch der offiziellen Fanclubs ins Leben gerufen. Damit soll gewährleistet werden, "dass Dauerkarteninhaber Verein und Mannschaft in möglichst jedem Heimspiel unterstützen".

drm

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