Die SGD lässt trotz guter Leistung erneut Punkte liegen

Dynamo Dresden tritt weiter auf der Stelle

Neuhaus und sein Co-Trainer Nemeth sind nicht zufrieden mit dem Spielausgang

Schon wieder nur ein 1:1: Dynamos Coach Uwe Neuhaus und sein Assistent Peter Nemeth (re.) verbergen nicht, was sie vom Endergebnis halten. imago

Vor 22.700 Zuschauern im Eintracht-Stadion waren die Gäste aus Dresden vor allem in Durchgang eins tonangebend , konnten aber - wie schon gegen den Zweitplatzierten 1. FC Nürnberg (1:1) vorige Woche - aus ihrer Überlegenheit kein Kapital schlagen.

"Wir haben von Beginn an das Heft in die Hand genommen und Braunschweig sehr gut bespielt. Die Art und Weise war absolut in Ordnung", lobte Uwe Neuhaus die Leistung seiner Mannschaft auf der anschließenden Pressekonferenz. Der SGD-Coach habe nicht damit gerechnet, dass sich sein Team "hier in Braunschweig so viele Torchancen erspielt", denn das sei "in der Regel nicht so einfach".

In der zweiten Hälfte glich sich die Partie mehr und mehr aus. "Auf beiden Seiten gab es gute Möglichkeiten und beide Mannschaften hätten das Spiel für sich entscheiden können", so Neuhaus.

Mit Blick auf Spielverlauf und Ergebnis schlich sich dann doch noch eine gewisse Unzufriedenheit beim Trainer ein: "Leider nutzen wir die Chancen zum 2:0 nicht und kassieren dafür das 1:1. Danach brauchten wir etwas, um uns wieder zu fangen."

Und auch Dresdens Kapitän Marco Hartmann gab sich im Interview mit Dynamo TV ob des Spielausgangs enttäuscht: "Wir haben zwei Punkte liegengelassen gegen einen Gegner, den wir dominiert haben - vor allem in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit hatten wir nicht mehr diese Ballsicherheit, aber dennoch die klar besseren Torchancen."

Das zeigt, wie ausgeglichen die Liga ist.

Dynamo-Cheftrainer Uwe Neuhaus

Sowohl Aufstiegs- als auch Abstiegskampf bleiben in der 2. Bundesliga weiterhin spannend. Aktuell weisen fünf Teams, BTSV und SGD mit einberechnet, 37 Punkte auf. Der Abstand nach oben auf den Relegationsplatz beträgt gerade einmal neun Zähler, der Abstand nach unten auf den Relegationsplatz allerdings nur drei magere Pünktchen.

Neuhaus findet es gar komisch, dass "zwei richtig gute Mannschaften um den Klassenerhalt kämpfen müssen". Das zeige, "wie ausgeglichen die Liga ist", so der 58-Jährige, der als Trainer eine Erfahrung von bisher neun Zweitligaspielzeiten und 248 -Spielen (bei Rot-Weiß Essen, Union Berlin und Dresden) vorweisen kann.

Konrad vor dem Abschied

In puncto der anvisierten Vertragsverlängerung mit Mittelfeldakteur Manuel Konrad gibt es bisher kein Vorankommen, im Gegenteil. Nach kicker-Informationen setzte bei dem 29-Jährigen ein Sinneswandel ein. Konrad wird den bereits ausgehandelten Drei-Jahres-Vertrag einzig aus sportlichen Gründen nicht unterzeichnen.

Nach der Rückkehr des langzeitverletzten Spielführers Marco Hartmann entschied sich Cheftrainer Neuhaus wieder für einen Systemwechsel und Hartmann als Stabilisator. Infolgedessen musste sich Konrad mit einem Platz auf der Bank anfreunden und blieb sowohl gegen Nürnberg als auch in Braunschweig ohne Einsatz.

"Ich habe meine Leistung gebracht, dem Trainer die Entscheidung erschwert und vor allem Selbstvertrauen getankt. Aber natürlich habe ich nicht nur den Anspruch zu spielen, wenn ein anderer verletzt ist", hatte der nun wechselwillige Sechser noch kürzlich erklärt.

kon / Oliver Hartmann / Stephan von Nocks