Bundesliga

Sollte es bis 2025 finanzielle Obergrenzen geben?

Wie sieht die Zukunft des Fußballs aus?

Sollte es bis 2025 finanzielle Obergrenzen geben?

Stephan Schippers

Er ist für die Regelung Gehalts- und/oder Ablöse-Obergrenzen: Gladbachs Geschäftsführer Stephan Schippers.

Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund): Mir wäre viel wohler, wenn alles wieder etwas zurückgeführt würde. Aber: Wenn Paris das Gehalt eines Stars deckeln muss, wird er eben Tourismus-Botschafter von Katar. Dann ist das Thema durch.

Stephan Schippers (Geschäftsführer Borussia Mönchengladbach): Ja, im Rahmen einer national und international wirksamen strikten Financial-FairPlay-Regelung.

Peter Peters (Finanzvorstand Schalke 04 und Vizepräsident des Ligaverbands): Nein.

Axel Hellmann (Vorstand Eintracht Frankfurt): Die praktische Machbarkeit ist aufgrund einer Vielzahl von Umgehungstatbeständen sehr schwierig. Darüber hinaus bewegen sich die Niveaus von Gehalts- und Transfersummen in einem globalen Wettbewerb. Eine griffige Regelung könnte also sowieso nicht allein im nationalen Rahmen erfolgen.

Frank Briel (Geschäftsführer TSG Hoffenheim): Das wäre wünschenswert - ist aber aufgrund der bestehenden Rechtslage illusorisch.

Michael Meeske (Finanzvorstand 1. FC Nürnberg): Nur, wenn wirklich zielführend umsetzbar, woran ich aufgrund der Umgehungsmöglichkeiten meine Zweifel habe.

Matthias Lehleiter (Finanz- und Fußballexperte Berenberg): Im Fußball haben wir es aufgrund der Investorengelder mittlerweile mit einem verzerrten Bild zu tun. Mein Ansatz wäre, in erster Instanz stärkere Regeln im Hinblick auf das Financial Fair Play einzufordern.

Claus Vogt (Vorstand FC PlayFair!): Nein, es müssen aber klare finanzielle Regeln erarbeitet werden, die dann auch verbindlich eingehalten werden.

In der kicker-Montagsausgabe erschien der komplette siebte und letzte Teil der Serie "50+1 - Fluch oder Segen?". Darin befragt der kicker acht Experten zur Bundesliga 2025 und der Zukunft des Fußball: Hans Joachim-Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund), Stephan Schippers (Geschäftsführer Borussia Mönchengladbach), Peter Peters (Finanzvorstand FC Schalke und DFL-Vizepräsident), Axel Hellmann (Vorstand Eintracht Frankfurt), Frank Briel (Geschäftsführer TSG Hoffenheim), Michael Meeske (Finanzvorstand 1. FC Nürnberg), Matthias Lehleiter (Finanz- und Fußballexperte Berenberg) und Claus Vogt (Vorstand FC PlayFair).