Chancen auf den Klassenerhalt trotzdem gering

"Riesige Freude": Bremens Horror hat ein Ende

Bremer Jubel

Nach 28 Spielen durften die Spieler von Bremen II mal wieder einen Sieg bejubeln. Aalen wurde mit 1:0 geschlagen. imago

Eine knappe halbe Stunde war im Drittliga-Spiel zwischen Werder II und Aalen gespielt, als Torjubel auf Platz 11 neben dem Weserstadion aufbrandete. Rafael Kazior hatte den Tabellen-Vorletzten per Kopfball nach Vorarbeit von Niklas Schmidt in Führung gebracht. Der knappe Vorsprung hatte Bestand, auch wenn die Schlussphase jede Menge Spannung mit sich brachte. Als Schiedsrichter Bastian Börner die insgesamt schwache Partie abpfiff, bejubelte die Mehrheit der offiziell 201 Zuschauer nicht nur drei Punkte für die Heim-Elf, sondern auch das Ende einer echten Horror-Serie. 28 Spiele hatte die Bundesliga-Reserve der Hanseaten nicht mehr gewonnen. Der letzte Dreier datierte vom 5. August, damals schlug der noch vom heutigen Profi-Trainer Florian Kohfeldt betreute Drittligist Preußen Münster mit 1:0.

"Wir haben lange darauf warten müssen, aber heute ist es uns endlich mal gelungen, uns für den Aufwand, den wir Woche für Woche betreiben, zu belohnen", freute sich Torschütze Kazior auf der Vereinswebsite. Viel Lob hatte der 35-Jährige übrig für Trainer Sven Hübscher, der die Mannschaft Anfang Februar übernommen hatte. "Er hat immer an das Team geglaubt, uns den Rücken gestärkt und uns animiert, immer weiter Fußball zu spielen", so Kazior.

Spielersteckbrief Kazior

Kazior Rafael

Trainersteckbrief Hübscher

Hübscher Sven

3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
SC Paderborn 07
70
2
1. FC Magdeburg
67
3
SV Wehen Wiesbaden
62

Chancen auf den Klassenerhalt gering

Der Coach selbst gab zu, dass die Serie ihn und die Mannschaft durchaus beschäftigt habe, "weil sie einfach nicht die Leistungen der Jungs widergespiegelt hat". Umso besser fühle sich nun der Sieg an. "Wir freuen uns riesig über dieses Ergebnis", sagte der 39-Jährige. Vorübergehend verkürzte Bremen damit den Rückstand auf das rettende Ufer auf zwölf Punkte. Der Klassenerhalt scheint angesichts von nur noch fünf ausstehenden Spielen trotzdem in weiter Ferne. "Jetzt wollen wir noch so oft wie möglich punkten", betonte Kazior mit Blick auf das Saisonfinale, "und sehen dann, was am Ende dabei herauskommt."

pau