Dortmund wohl ohne Reus und Toprak

Keine Fünferkette: Wie Stöger Bayerns Party verhindern will

Peter Stöger (r.) und Jupp Heynckes beim DFB-Pokal-Achtelfinale in München

Das letzte Duell mit Jupp Heynckes lief für Dortmund nicht nach Plan: Peter Stöger (r.). picture alliance

Den Bayern kurz vor Weihnachten gegenüberzustehen, sei "kein Vergnügen" gewesen, äußert der BVB-Coach, das Defensiv-Verhalten seiner Mannschaft habe damals "überhaupt nicht funktioniert". Wohl auch deshalb nimmt Stöger bei der Neuauflage des Bundesliga-Klassikers davon Abstand, erneut mit einer Fünferkette zu verteidigen. Obwohl es, wie der 51-Jährige einräumt, manchen Klub gab, der es den Bayern in dieser Saison mit einer Dreier- bzw. Fünferreihe schwergemacht habe, verzichtet er darauf.

Wichtiger als die Systematik ist dem Trainer, dass sich Borussia Dortmund in der Allianz-Arena nicht auf engagiertes Abwehrverhalten verlässt, sondern selbst aktiv am Geschehen teilnimmt, um auf diese Weise den Rhythmus der Bayern zu brechen. Das könnte wie kürzlich in der Art von RB Leipzig mit rasanten Umschaltaktionen oder mit eigenen Ballbesitzphasen geschehen, doziert Stöger.

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Seine beiden Sorgenkinder haben bisher kein grünes Licht für einen Einsatz gegeben und werden das voraussichtlich auch nicht mehr tun. "Das wage ich eher zu bezweifeln", verrät Stöger. Reus (Adduktorenprobleme) habe bis Donnerstag noch nicht mit der Mannschaft trainiert, und gleiches gelte für Toprak (muskuläre Probleme).

"Mo Dahoud werden wir nicht hinten reinstellen"

So stehen mit Manuel Akanji und Sokratis nur noch zwei Innenverteidiger im Dortmunder Kader. Sollte einer von beiden ausfallen, müsste Stöger improvisieren. "So viele Varianten gibt es auf den ersten und zweiten Blick dann nicht mehr", gesteht er. Seine Vorgänger beriefen bei Eintritt eines Innenverteidiger-Notstandes Lukasz Piszczek oder Julian Weigl ins Abwehrzentrum. "Mo Dahoud", das stellte Stöger mit einem Lächeln auf den Lippen schon einmal klar, "werden wir nicht hinten reinstellen."

Primäre Dortmunder Zielsetzung am Samstag bleibt, die eigenen Champions-League-Ambitionen durch ein gutes Abschneiden in München zu untermauern - und die Feierlichkeiten aus Anlass der 28. Deutschen Meisterschaft des FC Bayern noch etwas hinauszuzögern. "Unser Plan", betont Stöger, "wäre es nicht, dass die Bayern nach den 90 Minuten feiern."

Thomas Hennecke

kicker.tv Hintergrund

Stöger und der BVB - Die Wochen der Entscheidung

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