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"Pistolen-Skandal": Harte Strafen für den griechischen Verein PAOK Saloniki und Klubboss Iwan Savvidis

Griechenland: Verein rutscht in der Tabelle auf Rang drei ab

"Pistolen-Skandal": Harte Strafen für PAOK und Savvidis

Iwan Savvidis

PAOK-Präsident Iwan Savvidis gut sichtbar mit einer Schusswaffe auf dem Spielfeld. picture alliance

Es war eine Szene, die europaweit für Aufsehen sorgte und zu einer Aussetzung der griechischen Meisterschaft führte: Am 11. März musste das Punktspiel zwischen PAOK Saloniki und Spitzenreiter AEK Athen abgebrochen werden, nachdem der Schiedsrichter kurz vor Schluss dem Siegtor Salonikis wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert hatte. Es kam zu tumultartigen Szenen, unter anderem stürmte PAOK-Besitzer Iwan Savvidis den Platz. Dabei war in einem Halfter an seinem Gürtel deutlich sichtbar eine Schusswaffe zu sehen.

In einer ersten Reaktion setzte die griechische Regierung die laufende Meisterschaft zwischenzeitlich aus, erst am Osterwochenende geht der 26. Spieltag über die Bühne. Und am Gründonnerstag fällte nun die griechische Regierung die endgültigen Urteile - und diese fielen hart aus.

So wurde Savvidis zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro verurteilt, zudem darf der russisch-griechische Geschäftsmann drei Jahre lang kein Fußball-Stadion mehr betreten. Eine persönliche Strafe bekam auch Michel Lubos aufgebrummt, der ehemalige slowakische FIFA-Schiedsrichter muss 15.000 Euro berappen und darf 90 Tage lang nicht mehr in ein Stadion.

Und auch für den Verein selbst sind die Folgen happig. PAOK muss 63.000 Euro zahlen, zudem wurden dem Pokalsieger drei Punkte abgezogen. Damit vergrößert sich der Rückstand auf Spitzenreiter AEK, die Meisterschaft dürfte bei nunmehr fünf Punkten Rückstand wohl nur noch ein Wunschtraum bleiben. Und auch in die Spielzeit 2018/19 muss PAOK mit einem Minus von zwei Punkten starten.

FIFA forderte hartes Durchgreifen - Fußballverband unter Druck

Die Urteile könnten auch eine Forderung der FIFA sein, die wegen dem Skandalspiel und mit Blick auf ähnliche chaotische Zustände auf eine harte Bestrafung bestanden hatte. Andernfalls hätte griechischen Klub der Ausschluss aus den europäischen Wettbewerben gedroht. Das Monitoring-Komitee des Weltverbands empfiehlt aber weiterhin, wegen der Vielzahl an Vorfällen, den griechischen Fußballverband (EPO) mit sofortiger Wirkung zu suspendieren.

jer