Braunschweig: Viele Faktoren machen Hoffnung

"Zug drin": Aber keine Eintracht-Tore gegen Pogon

Marcel Engelhardt

Hielt seinen Kasten gegen Pogon sauber: Eintracht-Schlussmann Marcel Engelhardt. imago

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit trafen sich die Löwen und der polnische Erstligist am Freitagvormittag zu Testzwecken auf dem Trainingsgelände am Eintracht-Stadion. Pogon wird vom vormals auch in Deutschland tätigen Kosta Runjaic trainiert (zuletzt 1860 München und 1. FC Kaiserslautern). Lieberknecht setzte beim 0:0 21 Akteure ein, lediglich Fejzic-Vertreter Marcel Engelhardt stand 90 Minuten im Kasten und konnte sich insbesondere in einer Szene kurz vor dem Pausenpfiff auszeichnen, als er gegen Duncan stark parierte. Am Ende behielt er gegen die Gäste vom Stettiner Haff seine weiße Weste. In einem ausgeglichenen Spiel mit wenigen Höhepunkten verzeichneten die Hausherren nach 20 Minuten ihre beste Chance, als zunächst Salim Khelifi an Stettins Torwart Lukasz Budzilek scheiterte, ehe Domi Kumbelas Nachschuss noch zur Ecke geklärt wurde.

"Es war insgesamt Zug drin und dementsprechend war es ein guter Test. Jeder konnte 45 Minuten spielen", bilanzierte Torsten Lieberknecht nach Abpfiff.

Eintracht Braunschweig - Vereinsdaten

Gründungsdatum

15.12.1895

Vereinsfarben

Blau-Gelb

Pogon Stettin - Vereinsdaten

Gründungsdatum

21.04.1948

Der Test hielt die Niedersachsen im Spielrhythmus, der auf Grund der Länderspielpause eigentlich unterbrochen ist. Erst am 1. April geht es für den aktuellen Tabellenneunten mit einem Auswärtsspiel beim 13. VfL Bochum weiter, der ebenfalls kürzlich einen Test absolvierte .

Formkurve zeigt nach oben - "Steiniger Weg"

Die Formkurve der Eintracht zeigte in den vergangenen Wochen nach oben. Gegen Regensburg (2:1), auf St. Pauli (0:0) und gegen Duisburg (3:2) fuhr die Lieberknecht-Elf jeweils Punkte ein und steht nun bei 36 Zählern. "Das hat die Mannschaft gut hingekriegt, mit zwei Heimsiegen und dem Unentschieden und guter Auswärtsleistung in Hamburg", sagte Marc Arnold. Der Sportliche Leiter der Braunschweiger fügte aber im Vorfeld des Tests am Freitag sogleich hinzu: "Was wir die ganze Zeit gesagt haben, hat sich bestätigt. Es wird ein langer, steiniger Weg." Folglich ist weiterhin harte Arbeit nötig, um das Klassenziel erreichen zu können. Bochum, Dresden und Darmstadt heißen die nächsten Gegner der Braunschweiger - allesamt Klubs, die wie die Eintracht um den Klassenerhalt kämpfen.

Mehrere Faktoren machen Hoffnung

Hoffnung machen gleich mehrere Faktoren. Die Innenverteidigung mit Gustav Valsvik und Winterzugang Frederik Tingager spielt immer besser zusammen - am Freitag testete Lieberknecht beide mit anderen Teamkollegen. Zudem zeigt die Formkurve bei einigen Profis nach oben: Jan Hochscheidt, bis zum Winter eher Ergänzungsspieler, zeigt konstant gute Leistungen. Mit Mirko Bolands Rückkehr nach langer Verletzungspause ist auch der emotionale Anführer zurück. Christoffer Nyman findet - ebenfalls nach langer Verletzung - seinen Rhythmus (er fehlte am Freitag wegen seiner Länderspielabstellung) und bildet mit Suleiman Abdullahi ein torgefährliches Angriffsduo. Ken Reichel nach Wadenzerrung und Özkan Yildirim standen gegen Pogon wieder auf dem Platz. Joe Baffo, Georg Teigl, Julius Biada und Steve Breitkreuz fehlten noch verletzt.

Braunschweig, 1. Halbzeit: Engelhardt - Valsvik, Moll, Boland, Hochscheidt, Kumbela, Samson, Becker, Reichel, Abdullahi, Khelifi
Braunschweig, 2. Halbzeit: Engelhardt - Sauer, Tingager, Nkansah, Kijewski, Yildirim, Schönfeld, Bulut, Canbaz, Zuck, Hofmann

aho