Abstiegsduell in Lotte steht an

Chemnitz: Reinhardt erwartet "eine ganz heiße Sache"

Julius Reinhardt

Wechselte im Juli 2016 von Heidenheim zurück nach Chemnitz: Julius Reinhardt. imago

Über die Bedeutung des Gastspiels am Lotter Kreuz bei den Sportfreunden ist man sich im Lager des Chemnitzer FC bewusst. "Alle Mann nach Lotte", forderte der Klub seine Anhänger am Donnerstagnachmittag noch einmal in Großbuchstaben auf. Reinhardt selbst wirkte an einem Video-Aufruf für den klubeigenen Videokanal mit. "Wir wollen darin jeden Fan, der an uns glaubt, mobilisieren, nach Lotte zu fahren. So könnten wir größtmögliche Unterstützung bekommen", weiß der gebürtige Chemnitzer, der in der laufenden Saison 28-mal auf dem Feld stand.

In den letzten Wochen haben uns schon viele totgesagt.

Julius Reinhardt

Gemeinsam mit seinen Anhängern will der CFC in Westfalen einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen und damit den Trend der vergangenen beiden Spiele bestätigen. Gegen Halle (1:1) und Bremen II (2:1) fuhren die Himmelblauen vier Punkte ein. Der Rückstand auf Lotte soll nun auf einen Zähler verkürzt werden, um dann im noch ausstehenden Nachholspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden (am 27. März) an den Sportfreunden vorbeiziehen zu können. "In den letzten Wochen haben uns schon viele totgesagt. Doch jetzt haben wir uns eine Position erarbeitet, in der wir wieder eine realistische Chance auf den Klassenerhalt haben", sagt Reinhardt im kicker-Interview (Donnerstagsausgabe).

"Spannende Zeiten": Reinhardt denkt schon voraus

Und: Lotte scheint schlagbar. Siebenmal in Folge gewann das Team von Cheftrainer Andreas Golombek zuletzt nicht. Nur zwei Punkte stehen in diesem Zeitraum zu Buche. Entsprechend erwartet Reinhardt den Gegner nicht mit dem größten Selbstvertrauen. Auf die leichte Schulter nehmen will er die Sportfreunde aber trotzdem nicht. "Es wird ein sehr umkämpftes Spiel, in dem Robustheit gefragt ist. Wir müssen von Beginn an zeigen, dass wir gewinnen wollen. Es wird eine ganz heiße Sache", ist sich der Rechtsfuß sicher. Sollte Chemnitz tatsächlich ein Sieg gelingen, warnt Reinhardt aber davor, sich zurückzulehnen. Im Gegenteil: "Es bleiben auch nach dem Spiel am Samstag spannende Zeiten."

Lesen Sie in der aktuellen kicker-Donnerstagsausgabe außerdem, wie die Mannschaft laut Reinhardt mit den Entwicklungen im Verein abseits des Rasens umgeht und an welchen Punkten er noch dringenden Verbesserungsbedarf für die Zukunft sieht.

pau/kb