UEFA-Intertoto-Cup 2005, Finalspiele

Hinspiel: 0:1

Ergebnis nach Hin- und Rückspiel: 0:1

22:44 - 44. Spielminute

Gelbe Karte
Aimar
Valencia

23:04 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Mahdavikia
für Beinlich
HSV

23:05 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Villa
für Kluivert
Valencia

23:15 - 57. Spielminute

Spielerwechsel
Angulo
für Rufete
Valencia

23:17 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Reinhardt
für Demel
HSV

23:17 - 59. Spielminute

Gelbe Karte
Boulahrouz
HSV

23:24 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Lauth
HSV

23:29 - 71. Spielminute

Spielerwechsel
di Vaio
für Baraja
Valencia

23:41 - 83. Spielminute

Gelbe Karte
Albelda
Valencia

23:43 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Trochowski
für Jarolim
HSV

VAL

HSV

UI-Cup-Finale, Rückspiel: FC Valencia - Hamburger SV 0:0

HSV-Bollwerk hielt stand

Nach dem 0:1 im Hinspiel stellte Valencias Coach Enrique Quique Flores sein Team auf nicht weniger als vier Positionen um: Moretti, Albiol, Baraja und Aimar kamen für Marchena, Caneira, di Vaio und den verletzten Edu (Kreuzbandriss). Auf der anderen Seite wechselte HSV-Coach Thomas Doll zwei Mal Personal aus und brachte in der Abwehr van Buyten für Reinhardt sowie im Angriff Lauth für den Rot-gesperrten Barbarez.


Die Finalspiele im Überblick


Valencia versuchte im gut gefüllten Stadion "Mestalla" gleich in der Anfangsphase, mit Pressing schon in des Gegners Hälfte Druck auf die Gäste auszuüben. Der FC provozierte so zwar frühe Ballverluste der Hanseaten und störte das Aufbauspiel der Doll-Elf, ohne sich aber zunächst gefährlich vor das von Wächter gehütete Tor spielen zu können. Das änderte sich mit der ersten sehr guten Torchance durch Rufetes Linksschuss aus elf Metern nach Sololauf von Aimar, bei der Wächter per Fußabwehr klären konnte (9.). Es folgte eine starke Drangphase der Spanier, die dann Lücken im Deckungsverbund der Doll-Elf offenlegten: Nach Vicentes Flanke von links klärte Boulahrouz in der Mitte in höchster Not (14.), und nur eine Minute später klatschte ein wuchtiger Kopfball von Kluivert nach Rufetes Hereingabe an die Querlatte des HSV-Tores. Danach aber hatte der spanische Vertreter lange Zeit nicht mehr viel zu bieten. Mit dem Spielfluss war es nach einer guten Viertelstunde vorbei, auch weil die Norddeutschen sich nun zweikampfstärker zeigten und sich in den immer wieder von den Iberern gesuchten Eins-gegen-Eins-Situationen (Aimar) besser behaupten konnten. Jarolim und van der Vaart gelang es nun auch, wenigstens ansatzweise Entlastung einzuleiten, auch wenn die Spitzen Mpenza und Lauth im ersten Durchgang so gut wie abgemeldet waren. Echte Torchancen hatte der HSV deshalb nicht zu verzeichnen. Den letzten Aufreger in einem ansonsten bis dorthin wenig aufregenden Spiel produzierte nochmals die Heimelf: Aimar, noch der auffälligste im Dress des ehemaligen spanischen Meisters, versetzte rechts Beinlich und passte auf Baraja. Doch der lange verletzte Nationalspieler geriet beim Torschuss in Rücklage und zielte aus 13 Metern in den Nachthimmel (43.). Nach der Pause wechselten beide Trainer aus: Beim HSV kam für den angeschlagenen Beinlich der Iraner Mahdavikia - bei der Heimelf musste Kluivert raus, für den Villa eine Chance erhielt. Der eingewechselte Angreifer holte die erste Ecke für Valencia raus, und nach Aimars Hereingabe wurde es brandgefährlich: Baraja erwischte einen Abpraller aus sechs Metern per Scherenschlag und verfehlte das Ziel nur um Zentimeter (50.). Valencia nahm Fahrt auf: Gegen Fabio Aurelios Volleyabnahme klärte van Buyten per Kopf (55.), Aimar zielte schlecht aus der Distanz (57.), Vicente im Strafraum in günstiger Schussposition ebenso (63.). Die Hanseaten konnten sich kaum mehr aus der eigenen Hälfte lösen, van Buyten & Co. konnten aber ab Mitte des zweiten Durchgangs der in der Folge wieder zu einfallslosen Spielweise der Levantiner immer besser Paroli bieten. Bis auf eine Ausnahme wurde es auch in der Schlussphase nicht mehr gefährlich für die Gäste, als der FC fast nur noch mit hohen Flanken in den Strafraum sein Heil suchte - die wurden allesamt vor allem eine Beute des Hünen van Buyten. Spät besann sich Vicente einer Alternative, als er Sekunden vor Schluss einen trockenen Flachschuss aus 16 Metern abfeuerte: Der hätte fast das 1:0 - und somit den Ausgleich in beiden Partien - bedeutet, aber Wächter lenkte den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten (90.+3).

Nach einer Nullnummer in Valencia steht der Hamburger SV nach dem 1:0-Hinspielerfolg als insgesamt verdienter Gewinner des UI-Cup-Finales im UEFA-Cup. Nach ausgeglichener erster Hälfte ermauerten sich die Hanseaten in einer wenig berauschenden Partie gegen die im zweiten Durchgang zwar überlegenen, aber im Angriff zu unentschlossenen Iberer das torlose Remis.