UEFA-Intertoto-Cup 2005, Finalspiele
20:35 - 21. Spielminute

Spielerwechsel
Trochowski
für Beinlich
HSV

20:52 - 37. Spielminute

Spielerwechsel
Pedro Lopez
für Rufete
Valencia

21:01 - 45. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Demel
HSV

21:20 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Villa
für di Vaio
Valencia

21:26 - 51. Spielminute

Tor 1:0
Barbarez
Kopfball
Vorbereitung van der Vaart
HSV

21:46 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Vicente
Valencia

21:51 - 76. Spielminute

Gelbe Karte
Villa
Valencia

21:51 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Lauth
für Mpenza
HSV

21:53 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Mista
für Kluivert
Valencia

22:01 - 85. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Barbarez
HSV

21:59 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Jarolim
HSV

22:00 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Edu
Valencia

22:00 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Fabio Aurelio
Valencia

22:05 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Karl
für van der Vaart
HSV

HSV

VAL

Finale, Hinspiel: Hamburger SV - FC Valencia 1:0 (0:0)

Barbarez trifft und fliegt

Im Vergleich zum 3:0-Sieg beim Auftakt der Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg konnte HSV-Coach Thomas Doll wieder auf die Dienste von Khalid Boulahrouz zählen. Der Niederländer verdrängte in der Defensive Klingbeil. Kapitän van Buyten (Wadenverletzung) wurde nicht mehr rechtzeitig fit und fiel wie schon gegen die Franken aus. Valencias neuer Trainer Quique Flores setzte in der AOL-Arena auf zwei Neuverpflichtungen: Im Mittelfeld spielte der von Arsenal gekommene Brasilianer Edu, Kluivert (von Newcastle United verpflichtet) stürmte neben di Vaio. Auch der argentinische Verteidiger Ayala kehrte nach einem Jahr Pause wegen eines Kreuzbandrisses zurück, sein Landsmann Aimar wurde wegen seiner Teilnahme beim Confederations Cup noch geschont.


Die Finalspiele im Überblick


Der Hamburger SV begann mit viel Selbstvertrauen und attackierte Valencia bereits in dessen eigener Hälfte. Die Spanier wurden durch das aggressive Pressing der Hanseaten erfolgreich am Spielaufbau gestört und waren in der Anfangsphase hauptsächlich mit Defensivaufgaben beschäftigt.

Doch das Doll-Team konnte aus seinem couragierten Auftritt zunächst kein Kapital schlagen, obwohl sich erstklassige Möglichkeiten dafür boten. Nach neun Minuten klärte Marchena im letzten Moment gegen den einschussbereiten Barbarez, keine 60 Sekunden später touchierte ein Mpenza-Schuss die Querlatte. Die größte Chance bis dato vergab aber Reinhardt, der eine Freistoßflanke von van der Vaart völlig freistehend verpasste (13.).

So überstand Valencia die Drangphase des HSV und konnte dann nach 20 Minuten die Partie offener gestalten. Richtig gefährlich wurden die Levantiner im ersten Abschnitt aber nur ein einziges Mal, als Boulahrouz am eigenen Strafraum einen kapitalen Fehlpass spielte, Reinhardt bügelte gegen Vicente den Fehler seines Kollegen aber wieder aus (31.).

Obwohl Valencia nun deutlich stärker spielte als zu Beginn der Partie, hätte der HSV in Person von Jarolim in der 32. Minute dennoch die längst verdiente Führung erzielen müssen. Aber FC-Keeper Canizares wehrte den Schuss des Tschechen mit einem Blitzreflex ab. So ging es mit dem für Valencia schmeichelhaften 0:0 in die Kabinen.

Der HSV betrat ohne personelle Veränderungen nach der Pause den Rasen. Bei Valencia ersetzte Trainer Flores di Vaio durch das neue Sturmtalent David Villa. Und wieder erwischte der HSV den besseren Start. Über die Stationen Wicky und Jarolim kam der Ball zu Demel auf die rechte Seite, dessen Hereingabe klärte die Valencia-Abwehr in höchster Not. Doch nur eine Minute später war es soweit: Eine Freistoß-Flanke von van der Vaart köpfte Barbarez ungehindert zur überfälligen Führung für das Doll-Team ein (51.).

Und der Hamburger SV blieb auch nach dem 1:0 das spielbestimmende Team. Anstatt sich zurückzuziehen, wurde der Gegner weiterhin früh attackiert, auch spielerisch konnten die Hanseaten bei ihren Angriffsbemühungen überzeugen. Mpenza war es, der zwei Chancen zur Ergebnisverbesserung hatte, doch Canizares wehrte einen Schuss des Belgiers aus kurzer Distanz ab (52.), ein spektakulärer Seitfallzieher Mpenzas strich am linken Pfosten vorbei (59.).

Leider nahmen in der Folgezeit auch die Fouls und Nickeligkeiten auf beiden Seiten zu, so dass der schottische Referee Stuart Dougal alle Hände voll zu tun hatte. Durch die etlichen Unterbrechungen litt auch der Spielfluss, die Partie wurde zunehmend hektischer. Ein Opfer der härter werdenden Gangart wurde Torschütze Barbarez, der sich nach einem Foul an ihm nicht beruhigen konnte und mit der Gelb-Roten Karte den Platz verlassen musste (85.). Beide Teams hatten in der aufregenden Schlussphase noch Chancen, zu Toren zu kommen: Zunächst lenkte Canizares einen Freistoß von van der Vaart in der 83. Minute mit den Fingerspitzen gerade noch zur Ecke, Lauth schob in der Nachspielzeit den Ball knapp vorbei. Auf der anderen Seite rettete Boulahrouz einen Mista-Schuss auf der Torlinie (88.), Edu (90.) schoss freistehend über das Tor. So blieb es bis zum Schluss beim hoch verdienten 1:0.

Der Hamburger SV hat das Hinspiel im UI-Cup-Finale gegen den FC Valencia mit 1:0 gewonnen und sich so eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 23. August erarbeitet. Die Hanseaten boten eine starke spielerische und kämpferische Leistung und hätten bei besserer Chancenverwertung noch deutlicher gewinnen müssen. Einziger Wermutstropfen war die Hinausstellung von Torschütze Barbarez, der nun für das Rückspiel im Estadio Mestalla gesperrt ist.