Zweiter Tatverdächtiger kommt mit Ermahnung davon

Zieler-Beleidigungen: Köln spricht ein Stadionverbot aus

Ron-Robert Zieler schnappt sich einen Ball beim 3:2-Sieg in Köln

Gewann mit dem VfB Stuttgart mit 3:2 in Köln: Torwart Ron-Robert Zieler. imago

Der 1. FC Köln hat seine Ermittlungen im "Fall Zieler" am Dienstagabend mit einem Urteil abgeschlossen: Einer der beiden Tatverdächtigen, die im Heimspiel am 5. März (2:3) über Megafone in Richtung des Stuttgarter Torwarts gerufen hatten, darf ab sofort für zwei Jahre bundesweit kein Spiel der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga oder der Regionalligen besuchen.

Ihm konnten nach Klubangaben diejenigen Schmährufe "klar zugeordnet werden", die in Zusammenhang mit Robert Enkes Tod standen. Und schon allein weil der FC den Vorsänger im vorigen Jahr bereits mit einem Stadionverbot auf Bewährung belegt hatte, kam er nun um ein zweijähriges Stadionverbot ohne Bewährung nicht herum.

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Allerdings habe er bei der Anhörung in der Kölner Stadionverbotskommission am Dienstagabend Reue gezeigt, betonte der FC. Außerdem haben er sich "in der Woche nach dem Spiel bereits beim 1. FC Köln entschuldigt und sich um eine Entschuldigung bei Ron-Robert Zieler und seiner Mutter bemüht".

Dem zweiten Tatverdächtigen hätten indes "keine schwerwiegende Beleidigung nachgewiesen werden" können, keine, "die aus Sicht der Kommission ein Stadionverbot gerechtfertigt" hätten. Er erhielt lediglich "ein ermahnendes Schreiben" und stehe nun "unter besonderer Beobachtung" - "wegen des Missbrauchs des Megafons".

Unabhängig von diesen Maßnahmen muss der FC zusätzlich mit einer DFB-Strafe rechnen. Das Verfahren des Kontrollausschusses läuft aktuell noch.

jpe

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