Sportfreunde-Trainer sieht das Ziel nicht in Gefahr

Lotte: Golombeks Rundumschlag

Andreas Golombek

Unzufrieden: Lotte-Trainer Andreas Golombek. imago

Lotte startete engagiert gegen das Spitzenteam aus Köln, ein Tor wollte aber nicht gelingen. In der 26. Minute warteten die Sportfreunde nach einem Zweikampf zwischen Heyer und Menz vergeblich auf einen Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Justus Zorn, der blieb aber aus. Eine Szene, die bei Golombek für Kopfschütteln sorgte.

Aus dem Nichts fiel dann das 0:1 durch Ernst, sehr zum Unmut des SFL-Trainers, wie er gegenüber "Sportfreunde TV" wissen ließ. Eigentlich habe sein Team "nicht viel zugelassen", aber das Problem seiner Mannschaft sei, "dass wir immer wieder durch einen individuellen Fehler in Rückstand geraten. So einen langen Ball muss man einfach erkennen und sich vernünftig stellen, dann passiert da gar nichts. Aber wir schlafen da so ein bisschen auf der Seite und sind dann überrascht."

So langsam habe ich das Gefühl, dass man Lotte nicht in der Liga haben will.

Andreas Golombek

Einmal in Rage, bekam dann der Unparteiische sein Fett weg. Der hatte in der 50. Minute Wendel mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. "Ehrlich, wenn man bei einem Foulspiel immer Gelb kriegt, dann spielt man irgendwann Sechs gegen Sechs. So langsam habe ich das Gefühl, dass man Lotte nicht in der Liga haben will. Das ist mir zu auffällig", erklärte Golombek. "Wenn man dann ganz vernünftig mit dem Linienrichter spricht, ihn was vernünftig fragt und dann wie ein Arsch behandelt wird, wenn man sich wehrt", so Golombek, "dann gleich Leute auf die Tribüne schickt - dann hört's bei mir auf."

In Unterzahl hatte Lotte dennoch die Chance auf den Ausgleich, Golombek trauerte dann auch der Großchance von Oesterhelweg nach. Wohl wissend, dass es auch mit einem 1:1 schwer geworden wäre "mit einem Mann weniger, weil Fortuna Köln eine wahnsinnige Qualität hat".

Das große Ziel ist nicht in Gefahr

Keita-Ruel sorgte mit dem 2:0 für die Entscheidung, die Negativserie der Sportfreunde hält an. "Das große Ziel, über dem Strich zu stehen", sieht Golombek bei sieben Zählern Vorsprung bei einem Spiel mehr als Chemnitz aber nicht in Gefahr. Kopfschmerzen bereitet ihm eher die Reaktion der Zuschauer nach der Pleite gegen Köln. "Ich bin ein bisschen erschrocken", so der Coach, der den Unmut der Fans nicht nachvollziehen konnte. Schließlich habe man "gegen eine Spitzenmannschaft" verloren.

nik

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Golombek redet sich in Rage

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