BVB-Torjäger sticht gegen Frankfurt doppelt

Ohne Wut im Bauch: Batshuayi erklärt sein Joker-Glück

Er hat auch kein Problem mit der Joker-Rolle, die er bereits aus England kennt: BVB-Torjäger Michy Batshuayi.

Er hat auch kein Problem mit der Joker-Rolle, die er bereits aus England kennt: BVB-Torjäger Michy Batshuayi. imago

Der Start von Batshuayi in Dortmund war wahrlich verheißungsvoll, den zwei Toren gegen Köln ( 3:2 ) ließ er eines gegen den Hamburger SV ( 2:0 ) folgen - nicht zu vergessen sein denkwürdiger Auftritt in der Europa League gegen Atalanta Bergamo ( 3:2 ). Anschließend war aber auch bei ihm - wie bei der gesamten Mannschaft - ordentlich Sand im Getriebe.

Beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt ( 3:2 ) saß er dann erstmals seit seinem Wechsel nach Deutschland auf der Bank. In der 62. Minute ließ ihn Trainer Peter Stöger dann aber doch los, der Belgier ersetzte den emsigen Maximilian Philipp (Startelf-Comeback). Und Batshuayi zahlte das Vertrauen zurück, konterte erst den Ausgleich von Luka Jovic, ehe er in der vierten Minute der Nachspielzeit gar noch den Siegtreffer erzielte.

"Natürlich bin ich sehr erleichtert, weil ich länger nicht mehr getroffen hatte und die Mannschaft in einer schwierigen Phase war", so die Leihgabe vom FC Chelsea. Wie wichtig er in der kurzen Zeit schon für die Westfalen wurde, zeigen auch die Werte: Bei nur 16 Ballkontakten schoss der Torjäger dreimal aufs Tor - und netzte dabei zweimal ein.

Batshuayi wähnte sich vor dem 3:2 im Abseits

"Ich bin zufrieden, dass ich meiner Mannschaft helfen konnte, weil das ein ganz wichtiges Spiel gegen eine starke Mannschaft im Kampf um die Champions-League-Plätze war", so Batshuayi, der am "Sky"-Mikrofon bezüglich seines zweiten Treffers eingestand: "Ich habe zuerst gedacht, ich stehe im Abseits (Frankfurts da Costa hob es auf, d.Red.). Deshalb war ich kurz irritiert, habe dann aber einfach draufgehauen." Es war der finale Schuss ins Glück.

Ob er denn mit Wut im Bauch die restlichen 28 Minuten am Sonntagabend angegangen war, wurde der 24-Jährige gefragt: "Überhaupt nicht. Der Trainer hat das so entschieden, das war clever. Ich war es nicht gewohnt, immer 90 Minuten zu spielen. Deswegen war ich sogar froh, weil ich schon müde nach den ganzen Spielen war. Letztendlich hat man das auch gesehen, als ich reinkam: Ich war frisch." Nach Schlusspfiff schnappte sich Batshuayi den Ball, wurde von seinem Trainer mehrmals freundlich geschubst und dann herzlich umarmt. "Droht" nun auch im Europa-League-Rückspiel in Salzburg die Bank?

msc

Bilder zur Partie Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt