Karlsruhe seit 17 Spielen ohne Niederlage

Schwartz und Camoglu freut "der Zeitpunkt"

Alois Schwartz

Sah einen 3:1-Sieg seiner Karlsruher: Cheftrainer Alois Schwartz. imago

Nur die Latte hatte einen frühen Rückstand des KSC verhindert. Taxiarchis Fountas traf in der Anfangsphase mit einem Kopfball den Querbalken und hätte den Underdog aus Großaspach beinahe in Führung gebracht. Jeff-Denis Fehr ließ eine weitere Großchance Minuten später liegen - und sorgte für ernste Mienen bei den Hausherren. "Nicht mutig genug aufgetreten", fiel das kurze Fazit der ersten Hälfte von Jonas Föhrenbach im vereinseigenen Videokanal aus. Auch Cheftrainer Alois Schwartz kritisierte: "Wir waren in der ersten Hälfte nicht so präsent, sehr passiv und hatten dem Gegner die eine oder andere Möglichkeit gegeben."

Schwartz freut sich für Camoglu

"Wir haben uns vorgenommen, noch mehr Druck nach vorne zu machen", beschrieb Föhrenbach das Vorhaben der Mannschaft zur Halbzeitpause. Es sollte nach nicht einmal zwei Minuten Erfolg haben. Der agile Fabian Schleusener steckte zu Camoglu durch, der aus spitzem Winkel das 1:0 erzielte. "Natürlich haben wir das Tor zum richtigen Zeitpunkt gemacht", sagte Schwartz und meinte damit den Spielverlauf. Auch Camoglu freute sich über den "richtigen Zeitpunkt" seines ersten Saisontors - allerdings mehr aus persönlicher Sicht. Nach zwei Spielen hatte Schwartz dem 21-Jährigen statt Marc Lorenz eine Chance von Beginn an gegeben. Der Deutsch-Türke zahlte es ihm mit seinem ersten Saisontreffer zurück. "Es freut mich, dass er die Chance so nutzen konnte, dass er auch mal ein Tor macht", lobte Schwartz.

Spielersteckbrief Camoglu

Camoglu Burak

Trainersteckbrief Schwartz

Schwartz Alois

3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
SC Paderborn 07
54
2
1. FC Magdeburg
54
3
Karlsruher SC
51

Drei Punkte hinter Magdeburg und Paderborn

Camoglus Treffer war der Dosenöffner. Fortan war der KSC gemäß seinen Ansprüchen tonangebend. "Dann waren wir auch präsenter, aggressiver, enger am Mann", sagte Schwartz, der zwei weitere Tore durch David Pisot und Föhrenbach, jeweils nach Eckstoß, bejubelte. "Trotzdem haben wir für meinen Geschmack ein bisschen zu viel zugelassen. Der Gegner hatte zu viel Abschlussmöglichkeiten, was für uns etwas ungewöhnlich war", fuhr der 50-Jährige fort. Dennoch baute der Absteiger seine Serie aus und ist nun seit 17 Spielen ohne Niederlage. Das 3:1 katapultierte den KSC zudem zurück auf den dritten Rang - drei Punkte hinter Magdeburg und Paderborn, die allerdings beide noch ein Spiel weniger bestritten haben.

pau