Hertha-Coach Dardai gibt sich zuversichtlich

Lob für Rekik, Pech für Torunarigha

Konkurrenten um einen Platz in der Viererkette: Karim Rekik und Jordan Torunarigha (r.).

Konkurrenten um einen Platz in der Viererkette: Karim Rekik und Jordan Torunarigha (r.). imago

Für die Partie auf Schalke (0:1) galt eigentlich Youngster Torunarigha als Favorit auf den Posten in der Startelf neben Niklas Stark in der Innenverteidigung, hatte der Youngster doch zuletzt zu überzeugen gewusst. Dann aber musste sich Torunarigha laut Klubangaben kurzfristig erkrankt abmelden. Und das Pech das 20-Jährigen war Rekiks Glück.

Der niederländische Nationalspieler, im Sommer aus Marseille gekommen und in der Hinrunde einer der besten Herthaner, hatte sich Mitte Dezember gegen Hannover (3:1) am Fuß verletzt und im Aufbautraining im Januar einen Muskelfaserriss erlitten. Am Samstag feierte der 23-Jährige nun sein Comeback - und erledigte seine Aufgaben zur Zufriedenheit seines Trainers. "Karim hat gut gespielt, der Spielaufbau über ihn war sehr ordentlich", lobte Dardai, der ohnehin ein Fan des Linksfüßers ist. Von seinen drei etatmäßigen Innenverteidigern Stark, Torunarigha und eben Rekik sei der Letztgenannte "der beste", urteilte Dardai in der vergangenen Woche.

Die hohe Wertschätzung des Hertha-Coaches für Rekik und die auf Anhieb ordentliche Leistung beim Comeback des Abwehrspielers machen es wahrscheinlich, dass Torunarigha am Samstag im Heimspiel gegen Freiburg (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) zunächst zusehen muss. Das Eigengewächs, das der Trainer für die Leistung beim 0:0 beim FC Bayern vor einer Woche lobte, ist wie Rekik ein Linksfüßer.

Dass du dich beim Abschlusstraining abmeldest, ist Pech. Aber so ist das Leben.

Pal Dardai über Jordan Torunarigha

Dardais bevorzugte Wahl ist es, einen der beiden neben dem Rechtsfüßer Stark spielen zu lassen, was den Spielaufbau erleichtert. "Es ist jetzt schwierig für Jordan. Dass du dich beim Abschlusstraining abmeldest, ist Pech. Aber so ist das Leben. Er muss damit klarkommen", sagte Dardai, dem der Kampf um die Position im Abwehrzentrum verständlicherweise gelegen kommt.

"Es ist eine positive Sache. Ein guter Konkurrenzkampf, das ist schön", sagte der 41-Jährige. Und mit Blick auf die Offensivprobleme, die Hertha treu begleiten, ergänzte er mit einem Lachen: "Es wäre auch schön, wenn vorne einer drei und einer vier Tore schießt. Dann müsste ich überlegen, wer spielt."

Im Übrigen gab sich Dardai zuversichtlich, dass Hertha nach den beiden ordentlichen Auswärtsauftritten in München und auf Schalke gegen Freiburg nicht erneut ein derart schlechtes Heimspiel wie zuletzt gegen Mainz (0:2) abliefert. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir noch mal zuhause verlieren", sagte er, denn: "Ich kenne meine Mannschaft. Die ist gut genug."

Jan Reinold