Stuttgarts Trainer will die VfB-Serie in Köln fortsetzen

Korkut, Bielsa und der Duft des Erfolgs

Hat derzeit gut Lachen: VfB Stuttgarts Trainer Tayfun Korkut.

Hat derzeit gut Lachen: VfB Stuttgarts Trainer Tayfun Korkut. imago

Niemand denkt gerne zwei Jahre zurück. Da stand der VfB Stuttgart nach 24 Spieltagen ebenfalls auf Platz 12, um am Ende doch noch abzusteigen. Von einer möglichen Parallelität der Ereignisse will niemand heute etwas wissen. Beim Aufsteiger konzentriert man sich darauf, mit einem weiteren Sieg den Abstand nach unten nach Möglichkeit auszubauen. "Wir fahren mit einer Serie nach Köln", sagt Tayfun Korkut. "Die wollen wir fortsetzen."

Ein Erfolg im Rheinland und der direkte Abstieg würde an Wahrscheinlichkeit weiter abnehmen. 13 Zähler beträgt die Differenz zwischen dem VfB (30 Punkte) und dem Tabellenletzten, der bisher 17 Zähler eingefahren hat. Wenn auch noch Mainz mit 24 Punkten als 16., und Hamburg mit 17 als 17. im direkten Duell ohne einen Dreier blieben, würde das den Schwaben mächtig in die Karten spielen.

Trainersteckbrief Korkut

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Vereinsdaten VfB Stuttgart

Gründungsdatum09.09.1893

Mitglieder69.981

VereinsfarbenWeiß-Rot

Anschrift Mercedesstraße 109
70372 Stuttgart

Internetwww.vfb.de

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Bundesliga - 25. Spieltag
25. Spieltag

Zahlenspiele, Statistiken, von denen Korkut nicht viel hält. Jeder müsse selbst wissen, welche Statistik wichtig ist, welcher er vertraue. Der VfB-Trainer vertraut jedenfalls nur Bewährtem. "Ich bin kein Freund von Wechseln. Wir werden unsere Grundordnung nicht verändern", erklärt Korkut, was darauf schließen lässt, dass die Schwaben wie gewohnt zumindest im 4-4-2 beginnen werden und je nach Spielstand zum Ende hin auch auf ein 5-4-1 umstellen könnten.

Korkut: "Ich habe die Qual der Wahl"

Lediglich personell lässt er vieles offen. Bis auf die beiden Langzeitverletzten Carlos Mané (Sehnenrisses im Oberschenkel) und Matthias Zimmermann (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) sind alle fit. "Ich habe die Qual der Wahl", sagt der frühere Bundesligaprofi, der "in dieser Woche das Gefühl" hat, "dass ich mir Gedanken über den Kader machen muss. Alle Spieler sind unheimlich engagiert, niemand hat sich hängenlassen, alle wollen dabei sein. Es wird sehr schwer, die erste Elf, den Kader überhaupt auszuwählen". Angesichts der jüngsten Erfolge mit drei Siegen in Folge dürfte es dennoch keine Veränderungen geben. Dazu hat die Startformation zu gut funktioniert.

"Wir müssen vorbereitet sein, dass sie alles oder nichts spielen"

Dennoch warnt Korkut vor dem nächsten Gegner. "Die Kölner geben nicht auf. Deswegen erwarte ich ein sehr schweres Spiel. Wir dürfen uns nicht sicher fühlen." Zumal man die eigenen Siege nicht mit Glanz und Gloria errungen hat. "Wir wissen, wie schwer das war. Und am Sonntag wird es nicht einfacher." Dazu kommt, dass die Rheinländer nichts zu verschenken haben. "Wir müssen vorbereitet sein, dass sie alles oder nichts spielen." Mit einem bestens bekannten Torjäger in Ihren Reihen. Ob der kränkelnde Simon Terodde, der den VfB zum Aufstieg geschossen hat, spielen kann, ist Korkut dennoch nicht wichtig. "Ich mache mir darüber keine Gedanken. Ich denke mehr an meine eigenen Stürmer und wie es ihnen geht, was sie machen und wie sie treffen könnten."

"Im Erfolg duftet man, im Misserfolg stinkt man"

Damit sich die Stuttgarter weiter von unten absetzen, bald den Klassenerhalt und die Fans den Trainer auch mal richtig feiern können. Eine Vorstellung, an der Korkuts Herz nur lose hängt. Hierzu zitiert er Marcelo Bielsa, den berühmten argentinischen Nationaltrainer. "Er hat mal gesagt: Im Erfolg duftet man, da will jeder neben einem stehen. Im Misserfolg stinkt man und jeder sucht das Weite."

George Moissidis

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