3. Liga

Zimmermann: "Der Sieg ist Gold wert"

Jena entscheidet Thüringer Derby gegen Erfurt spät für sich

Zimmermann: "Der Sieg ist Gold wert"

Mark Zimmermann

Sah einen glücklichen Sieg seiner Elf: Jenas Trainer Mark Zimmermann. imago

Die erste Hälfte im Thüringer Derby gehörte ganz klar den Gästen aus Erfurt, die einen Auftritt auf den Rasen legten, den sich FCC-Coach Mark Zimmermann eigentlich für sein Team gewünscht hatte: "Ich habe Erfurt in der ersten Hälfte so gesehen, wie wir es vorhatten, zuhause zu spielen." Dass es torlos in die Kabinen ging, hatten die Hausherren der eklatanten Abschlussschwäche des Gegners zu verdanken.

In bis dato 13 Heimspielen ging Jena nur einmal, nämlich am 2. Spieltag, als Verlierer vom Platz. In den zwölf darauffolgenden Partien baute sich der Aufsteiger den Ruf einer Heimmacht auf (sechs Siege, sechs Remis). Doch nach dem ersten Durchgang gegen Erfurt war sich Zimmermann nicht mehr so sicher, dass diese Serie "mit so einer Leistung" nach Abpfiff noch Bestand haben werde. "Die war unterirdisch unsererseits."

Zimmermann gibt dem Team eine zweite Chance

Nach der Pause verzichtete der Coach zunächst auf Wechsel, um dem "Team die Chance zu geben, etwas zu ändern". Diese Maßnahme fruchtete jedoch nicht, denn "da ist überhaupt nichts passiert" - im Gegenteil: Erfurts Merveille Biankadi hielt aus acht Metern drauf, zielte jedoch direkt auf Keeper Raphael Koczor ("Wenn er die macht, verlieren wir das Spiel").

In der letzten halben Stunde der Partie steigerten sich die Hausherren. René Eckardt und Kevin Pannewitz brachten frischen Wind in die bis dato enttäuschend auftretende FCC-Elf, mit Florian Dietz wechselte der Trainer dann sogar noch den Siegtorschützen ein. Dass letztlich der eingewechselte Dietz, "der überragend trainiert hat, der sich jedes Mal reinhängt, so ein emotionales Derby" in der ersten Minute der Nachspielzeit für den FC Carl Zeiss Jena entschied, freute Zimmermann "ungemein. Da bin ich absolut stolz drauf. Der heutige Sieg ist Gold wert."

kög