Leipzigs Trainer über Neapel, Zenit und Köln

Hasenhüttl warnt: "Mannschaft nicht überfrachten!"

Ralph Hasenhüttl

Nach Neapel, vor Köln - und St. Petersburg: RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl. imago

Am Donnerstagabend schaffte RB Leipzig trotz der 0:2-Niederlage zu Hause gegen den SSC Neapel den Einzug in das Achtelfinale der Europa League. Am Freitag gab es den Gegner für die nächste Runde, Zenit St. Petersburg. Und am Sonntag (18 Uhr, LIVE! auf kicker.de) geht es mit dem Liga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln weiter.

Was das Achtelfinal-Los angeht, zeigte sich Ralph Hasenhüttl auf der Spieltags-Pressekonferenz am frühen Freitagnachmittag erst mal "sehr froh, dass wir da noch dabei sind". Dass es im Achtelfinale keine einfachen Gegner mehr gebe, "ist jedem klar", so der RB-Trainer. Den momentanen Tabellenzweiten der russischen Premier Liga nennt Hasenhüttl "einen Gegner, der Qualität hat".

"Ich habe nicht das Gefühl, dass wir über 90 Minuten in gezittert hätten"

Dass RB am 8. März (21.05 Uhr) zuerst Heimrecht hat und dann am 15. März (19 Uhr) in St. Petersburg antreten muss, erachtet der Österreicher weder als Vor- noch als Nachteil, weil: "Wir können noch nicht viel darüber sagen. Bisher hatten wir noch nie einen Vergleich in der Richtung. Es wird das erste Mal sein. Das ist gut so, dass wir diese Erfahrung jetzt auch machen dürfen."

Die Vorstellung seines Teams im Heimspiel gegen Neapel will Hasenhüttl derweil im Rückblick nicht über Gebühr schlecht reden. "Ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass wir uns über 90 Minuten in eine nächste Runde gezittert hätten. Es war bis zur 85. Minute eigentlich so, dass wir einen sehr starken und fußballerisch überlegenen Gegner bespielt haben, aber auch nicht so viele Torchancen zugelassen haben, dass wir das Gefühl hatten, wir kriegen noch zwei, drei Tore. Wir haben fußballerisch sicher nicht unsere beste Leistung gebracht. Aber man sieht, dass es in diesem Hin- und Rückspiel nicht darum geht, die schönsten und interessantesten Spiele zu liefern, sondern die erfolgreichsten."

Gegen Köln "gleich aufs Tempo drücken"

Wie schon gegen Neapel sieht Hasenhüttl RB auch gegen St. Petersburg keineswegs als Favorit. Überhaupt müsse man "wirklich aufpassen, dass wir diese junge Mannschaft nicht mit Erwartungshaltungen überfrachten".

Gegen den 1. FC Köln am Sonntagabend haben Hasenhüttl und sein Team indes eine klare Erwartung: Der zwölfte Saisonsieg soll her. "Mit einer frischeren Mannschaft wollen wir gleich aufs Tempo drücken", beschreibt Hasenhüttl die beabsichtigte Herangehensweise. Dass am Sonntag der Tabellenletzte in Leipzig zu Gast ist, beschäftigt den RB-Trainer wenig. "Das Letzte, worauf ich bei einem Gegner schaue, ist der Tabellenplatz", sagt er. Außerdem stehe Köln aufgrund der Hinrunde auf dem 18. Platz, "die Rückrunde ist nicht so schlecht", so Hasenhüttl. Beim FC sei Nationalspieler Jonas Hector wieder fit, zudem habe das Team mit Neuzugang Simon Terodde einen Angreifer, der regelmäßige treffe. Köln habe insgesamt wieder "mehr Qualität auf dem Platz".

Keita noch fraglich, Forsberg bereit für die Startelf

Was sein Personal angeht, hat Hasenhüttl außer dem Langzeitverletzten Marcel Halstenberg (Kreuzbandriss) fast alle Akteure zur Verfügung. Kapitän Willi Orban kann nach seiner Pause gegen Neapel wegen einer Risswunde in der Kniekehle wieder spielen, bei Naby Keita (Oberschenkelzerrung) ist das dagegen noch offen. Ein Belastungstest am Samstag soll Aufschluss darüber geben, ob der guineische Mittelfeldstratege gegen Köln einsatzfähig ist oder nicht. Spielfähig ist dagegen Emil Forsberg, der auch gegen Neapel wieder zur einigen Minuten kam. Nach einer hartnäckigen Bauchmuskelverletzung ist der schwedische Offensivspieler mittlerweile wieder so weit spielfit, dass er "eine Option von Anfang an" (Hasenhüttl) ist.

Andreas Hunzinger

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