Bundesliga

Bayer Leverkusen: Manager Jonas Boldt sensibilisiert Referees für die Spielweise des Hamburger SV

Bayer-Manager hofft, "dass es nicht wieder so ausartet"

Boldt sensibilisiert Referees für HSV-Spielweise

Jonas Boldt

"Warnt" vor dem HSV: Leverkusens Manager Jonas Boldt. imago

Die Rollen sind klar verteilt. Tabellarisch und auch vom Spielansatz her. Bayer 04 wird auch in Hamburg versuchen, einen aggressiven Gegner auseinander zu spielen. Der HSV, spielerisch dem Samstagsgegner um Welten unterlegen, wird sein Heil in einer beherzten Zweikampfführung suchen. So wie es eben ist, wenn ein Abstiegskandidat einen Champions-League-Anwärter empfängt.

Der HSV ist mit dieser Herangehensweise in den vergangenen Jahren gut gefahren gegen Bayer. Während die Werkself nicht nur in Hamburg, sondern zuletzt auch gegen ebenfalls sehr aggressive Teams wie Freiburg oder Hertha deutliche Probleme offenbarte, ihr Spiel so klar durchzuziehen wie zuvor in dieser Saison. Aufgrund der jüngsten Eindrücke aus der Liga sowie den Erfahrungen aus den zurückliegenden Spielzeiten fordert Jonas Boldt, dass Bayer entsprechend dagegenhält. "Wir müssen das so annehmen wie in Freiburg und hoffen, dass es nicht so ausartet wie bei den letzten Partien in Hamburg", sagt der Manager, "in den vergangenen Jahren war Fußball zu spielen dort schwer möglich."

Boldt weiß um die Probleme, die Bayer mit solch nickeligen Gegner haben kann. Besonders nickelig und besonders schwer war es zuletzt immer im Volkspark. Schöne Spiele gab es in Hamburg zwischen beiden Mannschaften nicht, aber massiv umkämpfte. Wobei es oft über das erlaubte Maß hinaus ging. "2014 stellten die Teams am 10. Spieltag einen Saisonrekord an Gelben Karten auf: Leverkusen kassierte drei, Hamburg sechs. Seitdem gab es übrigens nur drei weitere Spiele mit mindestens neun Gelben Karten.

Das permanente Unterbrechen, das Fußballzerstören, darf nicht das Prä haben vor dem Gedanken, Fußball spielen zu wollen.

Jonas Boldt

Auch die anderen Partien hatten ähnlichen Charakter. Deshalb appelliert Boldt vor dem HSV-Spiel an die Schiedsrichter. "Das permanente Unterbrechen, das Fußballzerstören, darf nicht das Prä haben vor dem Gedanken, Fußball spielen zu wollen", fordert der Manager in der Hoffnung, dass die Spielidee besser geschützt und die entscheidenden Personen sensibilisiert werden. Auch wenn er weiß, dass ihm seine Worte negativ ausgelegt werden und womöglich die Partie zusätzlich anheizen können.

Stephan von Nocks