Bundesliga

Beckenprellung: Pause für Jordan Torunarigha bei Hertha BSC

Hertha: Personalsorgen in der Innenverteidigung

Beckenprellung: Pause für Torunarigha

Mit Beckenprellung ausgewechselt: Herthas Jordan Torunarigha.

Mit Beckenprellung ausgewechselt: Herthas Jordan Torunarigha. imago

Torunarigha hatte sich am Samstag in einem Zweikampf mit Benjamin Henrichs auf Höhe der eigenen Grundlinie verletzt. Der Berliner Abwehrspieler war unglücklich auf das Knie des Leverkuseners gefallen und musste früh in der zweiten Halbzeit ausgewechselt werden. "Heute sieht es ganz ordentlich aus", sagte Hertha-Coach Pal Dardai am Sonntagvormittag. "Aber das Problem bei Hämatomen oder solchen Prellungen ist, dass du nie weißt, in welche Richtung die Sache fließt. Das müssen wir abwarten. Es wäre schön, wenn Jordan am Dienstag leicht laufen oder trainieren und am Mittwoch einsteigen kann."

Hinter dem Einsatz Torunarighas am Freitag gegen Mainz steht damit zumindest noch ein Fragezeichen. "Wenn er nicht kann, rutscht Lusti nach hinten", kündigte Dardai am Sonntag an. Der Schweizer war bereits in Leverkusen nach Torunarighas Auswechslung vom defensiven Mittelfeld ins Abwehrzentrum gerückt.

Dardai scherzt mit Co-Trainer Rainer Widmayer

Karim Rekik, der bis zum 16. Spieltag halblinks in Herthas Viererkette gesetzt war, ist für Mainz noch kein Thema. Der niederländische Nationalspieler soll eine weitere Woche individuell trainieren, ehe er wieder ins Mannschaftstraining zurückkehrt. Routinier Sebastian Langkamp wurde am letzten Tag der Winter-Transferperiode der Wechselwunsch zu Liga-Konkurrent Werder Bremen erfüllt (2,5 Millionen Euro Ablöse). Die Youngster Sidney Friede (19) und Florian Baak (18) kommen als Alternativen aktuell nicht in Frage. Baak hat sich bei einem Spiel der U19 verletzt und muss pausieren. Friede, der Ende Januar seinen ersten Profivertrag signiert hatte, braucht nach Dardais Angaben noch Zeit. "Durch seine Schnelligkeit, sein Zweikampfverhalten und seine Spielintelligenz kann er auf Sicht ein richtig guter Innenverteidiger werden, aber für die Bundesliga ist es noch nicht gut genug", sagte der Trainer am Sonntag und scherzte: "Deshalb habe ich Rainer gesagt, er soll sich bereithalten." Dardai augenzwinkernd über seinen Co-Trainer Rainer Widmayer (50), einst als Innenverteidiger u.a. für den SSV Ulm 1846 aktiv (19 Zweitligaspiele): "Er soll mittrainieren. Zur Not agiert er neben Niklas Stark. Niklas muss ablaufen, Rainer organisiert. Klingt doch gut, oder?"

So weit wird es nicht kommen. Und auch wenn der Ablauf von Torunarighas Arbeitswoche noch unklar ist, wird sich Herthas Lazarett in den nächsten Tagen dennoch lichten: Am Dienstag soll Palko Dardai ins Mannschaftstraining zurückkehren, am Donnerstag voraussichtlich Ondrej Duda und Julius Kade.

Steffen Rohr

Bilder zur Partie Bayer 04 Leverkusen - Hertha BSC