Sommerzugang kommt verspätet ins Rollen

Zulj verpasst knapp ein Traumdebüt

Robert Zulj

Glückwunsch zum ersten Bundesligaspiel: Robert Zulj klatscht Julian Nagelsmann ab. imago

Trainer Julian Nagelsmann hatte sein baldiges Debüt in der Bundesliga am Donnerstag schon angekündigt. Am Samstag war es dann tatsächlich so weit. Über ein halbes Jahr, nachdem Robert Zulj vom Zweitligisten Greuther Fürth nach Hoffenheim gewechselt war, stand er erstmals in einem Bundesligaspiel für die TSG auf dem Platz. Zuvor hatte der lange verletzte Offensivspieler, der wegen einer Schambeinentzündung einen schwierigen Start in seinem neuen Klub hatte, nur mit einem Einsatz im Regionalligateam und einem in der Europa League beim 1:1 gegen Rasgrad auf sein Debüt vorbereiten können.

"Zwischen Acht und zentraler Spitze alles" könne Zulj spielen, so Nagelsmann, der ihn in Berlin in der 70. Minute dann auch an Stelle von Adam Szalai als Stoßstürmer brachte. Zulj konnte seine Qualitäten durchaus andeuten, der Österreicher kroatischer Abstammung behauptete mit seinem bulligen Körper einige Bälle und legte sie zielsicher auf nachrückende Kollegen ab. Seine technischen Fertigkeiten litten aber unter den extrem schlechten Platzverhältnissen im Olympiastadion. Und so verpasste Zulj auch ein Traumdebüt. Denn in der 88. Spielminute legte der über die rechte Seite durchgebrochene Nadiem Amiri maßgerecht auf Zulj ab, der aus etwa acht Metern Entfernung aus der Drehung zum Abschluss kam - allerdings versprang der Ball im letzten Moment, statt in das einladend offene lange Eck drosch Zulj weit übers Tor. Das hätte die Entscheidung und ein super Einstand sein können.

Spielersteckbrief Zulj

Zulj Robert

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
53
2
Bayer 04 Leverkusen
35
3
RB Leipzig
35

Aber auch so ist der Neuzugang endlich in Hoffenheim angekommen. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, auf welcher Position Zulj sich bei der TSG am gewinnbringendsten einbauen lässt. In Fürth hatte er zumeist auf der Zehnerposition gespielt und in der vergangenen Zweitligasaison sechs Tore und vier Assists verbucht. Nach drei Jahren in Fürth wechselte Zulj nun ablösefrei nach Hoffenheim, wo er bis 2020 unterschrieben hat.

Michael Pfeifer