Bundesliga

der Mainzer Kapitän Stefan Bell nach dem 0:2 gegen Bayern München: "Das lässt uns nicht aus allen Wolken fallen"

Mainz Kapitän mahnt zur Besonnenheit

Bell: "Das lässt uns nicht aus allen Wolken fallen"

Stefan Bell vor Sandro Wagner

Mainz-Kapitän Stefan Bell vor Bayern-Angreifer Sandro Wagner. picture alliance

Klar, Sport ist kein Konjunktiv. Aber wenn. Zum Beispiel Sven Ulreich Robin Quaisons Abschluss nicht über die Latte bugsiert hätte. Oder Mats Hummels nicht reaktionsschnell vor Abdou Diallo gerettet hätte. Dann wäre es zumindest noch einmal spannend geworden. Aber so "steht man nun hier, fühlt sich wirklich gut und weiß gar nicht, was man falsch gemacht hat", fasste Bell die Misere zusammen. "Dass sie nach 55 Minuten auf Zeit spielen, habe ich selten gegen die Bayern erlebt. Da hat man schon gemerkt, dass sie genervt waren." Wobei man einschränken muss, dass ebenjener Konjunktiv auch auf der anderen Seite gepasst hätte: Wenn beispielsweise Robin Zentner nicht klasse gegen Franck Ribery herausgekommen wäre oder nicht stark gegen Sandro Wagner pariert hätte kurz nach der Pause, als die Gäste drauf und dran waren, auf 3:0 zu stellen.

"Es ist halt letztlich individuelle Qualität, die entscheidet", erkannte der FSV-Schlussmann in Bezug auf die beiden sehenswerten Bayern-Tore (Ribery, 33.; James Rodriguez, 44.). Wobei das nur die Hälfte der Wahrheit ist. Denn Fakt ist auch, dass Levin Öztunali und Gerrit Holtmann ihrem Team, das in der Tat gut drin war in dieser Partie, mit Schlafmützigkeiten einen Bärendienst erwiesen.

Das manifestiert sich nun in dem Abrutschen auf den Relegationsrang 16, lässt aber Bell nicht in Panik ausbrechen: "Wir waren die ganzen letzten Wochen in Reichweite der unteren Plätze, daher lässt uns das nicht aus allen Wolken fallen." Man ist gut beraten beim FSV, diese Maßgabe auch in die Tat umzusetzen. Denn dass es gegen den FC Bayern insbesondere mit spielerischem Ansatz zu Möglichkeiten kam, zeugt von einer Entwicklung in diesem Team. Wenngleich der 2:0-Sieg des Rekordmeisters als verdient bezeichnet werden darf, merkt Zentner nicht zu Unrecht an: "Wir müssen es nicht verlieren." Was fehlt, ist die Belohnung in Form von Toren. Darauf wird es im Rennen um den Klassenerhalt ankommen.

Benni Hofmann

Bilder zur Partie 1. FSV Mainz 05 - Bayern München