Bundesliga

FSV will gegen FC Bayern "Widerstände überwinden"

Mainz-Coach lobt Siegermentalität der Bayern

FSV will gegen FCB "Widerstände überwinden"

Sandro Schwarz

Gegen die Bayern die "absolute Bereitschaft" zeigen: Sandro Schwarz. imago

Seit dem 0:4 im Hinspiel, damals dirigierte den FC Bayern noch Carlo Ancelotti, hat sich an diesem ungleichen Kräfteverhältnis nichts geändert. Die Bayern marschieren unaufhaltsam dem sechsten Titel in Folge entgegen, während Mainz im unteren Tabellendrittel festsitzt und vor einem knüppelharten Programm steht: Nach dem Bayern-Duell warten drei schwere Auswärtsaufgaben in Frankfurt (Pokal), Hoffenheim und Berlin. Erst in dieser heimspielfreien Zeit bekommt Mainz ein neues Grün in der Arena - die Bayern müssen sich noch auf dem ziemlich löchrigen rasenähnlichen Geläuf abmühen.

Anders als in den drei Folgespielen haben die Nullfünfer am Samstag aber nichts zu verlieren. Über die Qualität des kommenden Gegners "müssen wir gar nicht sprechen", sagt Sandro Schwarz. Vielmehr gehe es darum, "die absolute Bereitschaft zu zeigen und Widerstände zu überwinden, wenn der Gegner Druckphasen hat." Davon wird es am Samstag wohl so einige geben. Entscheidend wird deshalb sein, so kompakt, aufmerksam und aggressiv nach vorne zu verteidigen, dass der ballführende Gegenspieler sofort unter Druck steht und im besten Fall zu Fehlern gezwungen wird. Wohlwissen, dass die Bayern "für alles eine Lösung" parat haben, so der Coach.

Den Vergleich mit dem Rekordmeister allein über das Ergebnis zu definieren, ist den FSV-Verantwortlichen zu oberflächlich. Viel wichtiger sei dem Trainer, "den Fans zu zeigen, dass wir alles rausgefeuert haben." In puncto mentaler Einstellung sieht der 39-Jährige die Bayern durchaus als Vorbild. So stelle die größte Stärke des Münchner Branchenprimus die Siegermentalität dar, Woche für Woche Spiele zu gewinnen. "Das", lobt Schwarz, "ist nicht immer eine Selbstverständlichkeit."

Wen der Coach für die Herkulesaufgabe ins Rennen schicken wird, lässt er offen. Gewiss aber dürfte Schwarz - angesichts der kommende Woche - den einen oder anderen Leistungsträger schonen. Die für Mainz wichtigen Aufgaben beginnen ab Mittwoch.

Maximilian Müller

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