Duisburg: Gartner plagt ein Magen-Darm-Infekt

Gruev lobt Wolzes positive Entwicklung

Ilia Gruev

Weiß um Darmstadts Potenzial: Duisburgs Trainer Ilia Gruev. imago

"Niemand hat Darmstadt so weit unten in der Tabelle erwartet", sagt Gruev dementsprechend. Er ist sich des Potenzials des kommenden Gegners bewusst. Immerhin wird der Rasen am Böllenfalltor deutlich besser sein als zuletzt daheim in Duisburg. Vielleicht ein kleiner Vorteil, denn schlammige Äcker kommen wohl eher den Darmstädtern als den spielerisch etwas filigraner veranlagten Duisburgern entgegen.

Wolze hat einen Lauf

Kapitän Kevin Wolze, der gegen Heidenheim noch die "schwächste Halbzeit der Saison" seiner Mannschaft sah, ist ebenfalls optimistisch. "Das wird ein Kampfspiel", prognostiziert der 27-Jährige, betont aber auch: "Wir haben in der 2. Halbzeit gegen Heidenheim gesehen, wie es gehen kann." Überhaupt läuft es gut für Wolze. Der Linksverteidiger treibt oftmals auch vorne engagiert an und gehörte zumindest an den vergangenen vier Spieltagen zu den torgefährlichsten Spielern der Liga: Fünf Treffer erzielte Wolze in dem Zeitraum, davon allerdings drei per Elfmeter. Eine Entwicklung, die auch Gruev lobt. "Vergangene Saison hatten wir ein nicht erfreuliches Gespräch", verrät der Bulgare. Man sei mit seinen Leistungen einfach nicht zufrieden gewesen. Das ist nun grundlegend anders, gemeinsam mit Torhüter Mark Flekken ist Wolze zudem der notenbeste Duisburger.

"Er lernt immer dazu und kann zudem auch noch gut mit Kritik umgehen", sagt Gruev. Der wird gegen Darmstadt zwar wie gewohnt seinen Kapitän links hinten aufbieten, hat personell allerdings einige andere Baustellen. Sechser Fabian Schnellhardt ist gesperrt und der potenzielle erste Ersatzkandidat Christian Gartner liegt mit einem Magen-Darm-Infekt flach. Deswegen wird Gruev Tim Albutat neben Lukas Fröde aufbieten. Auch Außenbahnspieler Cauly Oliveira Souza plagt sind indes mit einem viralen Infekt und hütet krankgeschrieben das Bett. Ihn hatte allerdings ohnehin Eigengewächs Ahmet Engin zuletzt verdrängt.

Hoffnung besteht noch bei Rechtsverteidiger Enis Hajri. Er schleppt zwar noch seine Knöchelverletzung aus dem Heidenheim-Spiel mit sich herum, allerdings konnte er am Donnerstag bereits wieder Teile des Teamtrainings absolvieren.

Jim Decker

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