Darum bleibt der Niederländer beim VfL

Wolfsburgs Bazoer: Anfragen ja, Abgang nein

Bazoer und Malli

Kommt in dieser Spielzeit kaum über rare Einwechslungen hinaus: Riechedly Bazoer (r.). imago

Viele Klubs haben sich gemeldet bei Irchandly Bazoer. Er ist Bruder und zugleich Berater von Riechedly, der beim VfL Wolfsburg nicht wie gewünscht zum Zug kommt und deswegen als möglicher Wechselkandidat galt. Zahlreiche Vereine aus der Premier League waren interessiert, ebenso Klubs aus Italien, Spanien und Frankreich. Nach kicker-Informationen bemühte sich einen Tag vor Transferende noch Racing Strasburg um den Niederländer. Jedoch: Bazoer blieb. "Wir haben immer gesagt, dass er sich durchbeißen will", erklärt sein Bruder, der nun bis zum Sommer schauen will, wie es sich entwickelt. Sollte sich keine Verbesserung einstellen, wird ein Wechsel logischerweise zum Thema.

Bank, Joker-Einsätze oder Tribüne

Unter Andries Jonker war Bazoer noch als Stammspieler in die Saison gestartet, stand im Pokalspiel in Norderstedt (1:0) und auch beim Bundesligastart gegen Dortmund (0:3) in der Startelf. Anschließend jedoch folgten nur noch vier Einwechslungen, die Bank und sogar die Tribüne wurden zum Stammplatz. Viel zu wenig für den Niederländer, der bereits sechsmal für die Elftal spielte und einst vom FC Barcelona umworben wurde. Doch anstatt nun die Flucht zu ergreifen, will sich Bazoer in Wolfsburg durchbeißen. "Er muss die Verantwortung bei sich suchen", sagt Bruder Irchandly, "hart arbeiten und die Chance nutzen, wenn sie kommt."

Spielersteckbrief Bazoer

Bazoer Riechedly

Große Konkurrenz auf allen Mittelfeldpositionen

Ob sie kommt, die erhoffte Chance? Zuletzt machte Trainer Martin Schmidt dem Mittelfeldmann, der auf der Acht am besten aufgehoben ist, Hoffnung. Jedoch: Das zentrale Mittelfeld ist in Wolfsburg extrem umkämpft. Defensiv sind Josuha Guilavogui und Ignacio Camacho vorgesehen, davor konkurriert Bazoer mit Maximilian Arnold und Yannick Gerhardt um einen Platz. Und auch auf der Zehn, wo der Niederländer spielen könnte, herrscht mit Daniel Didavi und Yunus Malli bereits ein Überangebot. Schlechte Aussichten also. Immerhin: Zuletzt beim 1:0 in Hannover stand Bazoer mal wieder im Kader. Gegen Stuttgart kehren mit den zuvor gesperrten Guilavogui und Landry Dimata sowie dem gegen 96 erkrankten Divock Origi drei Spieler zurück.

Thomas Hiete

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