Bundesliga

Haraguchi wechselt nach Düsseldorf

Herthas Japaner verlängert und wird ausgeliehen

Haraguchi wechselt nach Düsseldorf

Genki Haraguchi

Verlässt Berlin vorerst, bleibt aber in Deutschland: Genki Haraguchi. imago

Am Dienstagmittag bestätigten beiden Klubs den Wechsel zum Zweitliga-Spitzenreiter. Hertha verlängerte den im Juni auslaufenden Vertrag des japanischen Nationalspielers wie vom kicker angekündigt um ein Jahr bis 2019, per Leihe wechselt Haraguchi bis Sommer nach Düsseldorf.

"Wir haben eine sehr gute Lösung gefunden. Genki bekommt bei einem Aufstiegsaspiranten Spielpraxis und wir haben durch die Vertragsverlängerung im Sommer nach der Weltmeisterschaft alle Optionen", erklärte Hertha-Manager Michael Preetz.

Neben der Fortuna hatten sich zuletzt auch Werder Bremen, Ex-Klub Urawa Red Diamonds sowie zwei englische Klubs mit dem schnellen Flügelspieler beschäftigt. Bremens Interesse mündete indes nicht in ein konkretes Angebot. Zudem kam Hertha intern zu der Auffassung, keinen Konkurrenten aus dem unteren Bereich der Bundesliga verstärken zu wollen.

Auch wenn es erstmal nur für ein halbes Jahr ist, freue ich mich sehr auf die Zeit in Düsseldorf.

Genki Haraguchi

Haraguchi, der seit seinem Wechsel von den Urawa Red Diamonds 2014 nach Berlin 91 Bundesligaspiele (vier Tore) bestritt, spielte unter Dardai zuletzt sportlich fast keine Rolle mehr. Mit Blick auf die WM im Sommer, für die er sich mit Japan qualifiziert hat, braucht er allerdings Spielpraxis. Die soll er nun in Düsseldorf bekommen.

"Auch wenn es erstmal nur für ein halbes Jahr ist, freue ich mich sehr auf die Zeit in Düsseldorf", meinte Haraguchi in einer Fortuna-Mitteilung. Trainer Friedhelm Funkel erhofft sich von ihm "eine weitere Belebung" der F95-Offensive: "Mit über 300 Pflichtspielen in Japan und Deutschland hat er mit seinen 26 Jahren schon einen enormen Erfahrungsschatz, mit dem er uns in der restlichen Rückrunde ebenfalls helfen wird."

Nach Valentin Stocker (zum FC Basel) verlässt damit ein weiterer Profi Hertha in dieser Wintertransferperiode. Zugänge planen die Berliner indes weiterhin nicht.

Steffen Rohr

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