3. Liga

1. FC Magdeburg - Jens Härtel angefressen: "Selten dämlich"

Magdeburg verliert Tabellenführung in Erfurt

Härtel angefressen: "Selten dämlich"

Jens Härtel

Ärgerte sich über eine bittere 1:3-Niederlage in Erfurt: Magdeburgs Trainer Jens Härtel. imago

Schon zur Halbzeit hätte der FCM im Erfurter Steigerwaldstadion die Weichen eigentlich auf Sieg gestellt haben müssen. Eine Vielzahl von Chancen hatten sich die Gäste erarbeitet, doch gleich mehrmals ließen Magdeburgs Offensivkräfte das 1:0 liegen . Härtel hatte sein Team optimal eingestellt. Auf erst am Nachmittag von einer Schneedecke befreitem Geläuf ließ der 48-Jährige vermehrt hohe Bälle aus dem Mittelfeld in die Tiefe spielen, die Torjäger Christian Beck und seine Mitspieler rund um den Strafraum direkt verwerten oder die daraus resultierenden zweiten Bälle nutzen sollten. Es dauerte aber bis zur 66. Minute, ehe ein halbhoher Diagonalpass von Nico Hammann das 1:0 durch Beck einläutete - eine Befreiung. Es sei klar gewesen, dass es sein Team "von Beginn an schwer haben" würde, sagte Beck nach dem Schlusspfiff beim "MDR".

Härtel sieht eine "unnötige Niederlage"

Doch anstatt nun mit Selbstvertrauen und Schwung aufzuspielen, gab Magdeburg den Vorsprung innerhalb von nur vier Minuten wieder aus der Hand. Zwei Standardsituationen führten schnell zum 2:1 der Gastgeber - und zu jeder Menge Frust bei Härtel. "In der zweiten Hälfte gehen wir in Führung. Danach stellen wir uns selten dämlich an, wie wir das Spiel weggegeben haben", ärgerte sich der FCM-Coach. Sein Team tat sich in der Folge schwer, die richtige Antwort zu finden. Erneut fehlte bei den Gästen wie schon im ersten Durchgang "das Stück Schärfe" (Härtel) vor dem gegnerischen Tor, weshalb letztlich eine "unnötige Niederlage" für den FCM stand. Erfurt Elias Huth hatte kurz vor Schluss den 1:3-Endstand markiert.

Nächstes Heimspiel gegen Meppen

Die Chance, die an den SC Paderborn ( 2:0 in Chemnitz ) abgegebene Tabellenführung zurückzugewinnen, ließ Magdeburg damit aus. Mit 46 Zählern hat der FCM aber trotzdem weiterhin gute Karten im Aufstiegsrennen (sieben Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten SV Wehen Wiesbaden) und kann schon am kommenden Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen Meppen wieder Punkte einfahren. "Mund abputzen", lautete entsprechend Becks knappes Fazit.

pau