Freiburg: Neues Duo im Herzstück

Abrashi: Wieder da und wieder wichtig

Amir Abrashi

"Bis zum Schluss gekämpft": Freiburgs Amir Abrashi war nach dem Leipzig-Spiel müde, aber glücklich. imago

Im Tor agierte Gikiewicz souverän (kicker-Note 3). Bei Schwolow bleibt es übrigens bei der Diagnose "Pferdekuss". Wann er wieder einsteigt wir von Tag zu Tag entschieden. Im zentralen Mittelfeld, wo eigentlich Nicolas Höfler und Mike Frantz die Fäden ziehen sollen, muss Trainer Christian Streich schon länger experimentieren. Zwischenzeitlich agierte Flügelstürmer Jannik Haberer auf der etwas vorgeschobenen Position, seit Rückrundenstart spielen dort Robin Koch und Amir Abrashi.

Während Koch durch seine beiden Treffer in Frankfurt und gegen RB besonders im Fokus steht, lobte Streich aber auch den albanischen Nationalspieler explizit. "Amir hat vor Robin eine gute Rolle gespielt. Er hat die beiden Sechser beschäftigt und ist immer wieder gependelt." Das Ergebnis: "Sie mussten da immer auf den Amir aufpassen und deswegen hatten wir Räume. Da haben wir es in vielen Situationen gut gespielt."

Spielersteckbrief Abrashi

Abrashi Amir

Unauffällig auffällig also, was Abrashi am Samstag für das Team einbrachte. Der 27 Jahre alte Schweizer ist aber vor allem froh, nach einer verkorksten Hinrunde wieder spielbereit zu sein. "Ich fühle mich schmerzfrei, das ist das Wichtigste. Im Moment geht es mir gut, ich fühle mich zu 100 Prozent fit."

Comeback kam zu früh

Das war lange nicht der Fall. Im vierten Saisonspiel bei Bayer Leverkusen hatte er sich bei einen Zweikampf im Mittelfeld eine Innen- und Außenbandteilruptur im rechten Sprunggelenk zugezogen, trotz eines zwischenzeitlichen Comebacks zogen sich die Nachwirkungen der Blessur bis in den Dezember.

Nun ist Abrashi wieder da und mit daran beteiligt, dass der Sport-Club seit inzwischen sieben Spielen ungeschlagen ist. "Das war eine tolle Mannschaftsleistung, wir haben bis zum Schluss gekämpft und wieder mal einen Rückstand aufgeholt", urteilte der Mittelfeldspieler und merkte die Folgen des intensiven Spiels schon in den Katakomben des Stadions: "Jetzt bin ich schon ein bisschen müde, aber das ist gut so."

Patrick Kleinmann

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