Der Leipziger Trainer über die Niederlage in Freiburg

Hasenhüttl: "Das haben wir nicht gut gemacht"

Ralph Hasenhüttl

"Der Fußball hat brutal gezeigt, was dann passiert...": Ralph Hasenhüttl analysiert die Niederlage in Freiburg. imago

Nach dem Auslaufen sprach Trainer Ralph Hasenhüttl über...

... die Lehren aus der Niederlage: "Ich glaube, dass wir es 60 Minuten ganz gut gemacht haben. Es war spielerisch kein Highlight, weil der Gegner natürlich sehr tief gestanden hat. Wir haben nicht viele Räume bekommen. Das Spiel war in unseren Händen. Und dann hat der Fußball hat brutal gezeigt, dass es nicht nur darauf ankommt, wie man die offensiven Situationen löst, sondern auch wie man die wenigen Standards, die man zulässt, auch besser verteidigt. Das haben wir gestern nicht gut gemacht."

... die Abwehrarbeit in Freiburg: "Aus dem Spiel heraus waren es glaube ich eineinhalb Torschüsse, die wir zugelassen haben. Freiburg ist sicher eine Mannschaft die in die die Standardsituationen alles rein packt. Ich finde eigentlich, dass wir es seit der Winterpause aggressiver verteidigen, besser am Mann sind, aber uns aktuell noch nicht entscheidend verbessert haben. Da werden wir weiter dran arbeiten müssen. Das ist eine Baustelle, die nicht geschlossen ist, in die wir sehr viel Zeit investieren. Irgendwann werden wir dafür belohnt werden."

... das zweite Gegentor, bei dem zwei Innenverteidiger am Boden liegen: "Einer springt unter dem Ball durch. Die beiden, die am Boden liegen, waren in der Manndeckung. Der Gegner hat das gut gelöst und wir waren nicht in der Lage, sie zu stoppen. Das ist bitter. Wir schaffen es nicht als Kollektiv, das zu verhindern."

... die Fitness von Marcel Halstenberg: Ich glaube schon, dass er für Samstag eine Option sein wird. Dementsprechend wieder eine Alternative mehr.

... die fehlende Kreativität ohne Forsberg und Keita: "Es war sehr, sehr eng vorne. Wir hatten in der ersten Halbzeit zwei, drei Ballgewinne, die wir besser umschalten können, mit mehr Tiefgang und Tempo. Wir haben eigentlich immer Kontrolle über das Spiel. Bis zur 70. Minute lief alles in unserer Richtung. Das ist auch Fußball, dass man ein gutes Spiel macht und trotzdem verliert. Das tut uns schon weh. Jetzt müssen wir wieder aufstehen."

... die letzten Tage des Transferfensters: "Ich glaube, wir sind bisher die einzigen, die bislang eher Spieler abgegeben, als welche dazubekommen haben. Der Kader ist aktuell nicht übergroß. Wir müssen die Augen offenhalten, ob wir jemanden finden, der uns sofort weiterhilft. Schauen wir mal."

... die fehlende Körpergröße in der Mannschaft: "Wenn es so leicht wäre. Wir haben auch schon mit allen Großen an Bord Standardgegentore gekriegt. Das krasse an diesem Jahr ist, dass wir nicht viel anders machen, als zuvor. In diesem Jahr werden wir brutal bestraft. Das macht die Situationen so schwierig."

... den Trainerwechsel beim kommenden Gegner HSV: "Das ist für die Vorbereitung kein Vorteil. Aber wir spielen zu Hause und müssen uns auf uns selbst konzentrieren."

Aufgezeichnet von Fabian Held