Bundesliga

Der japanische Klub Urawa Red Diamonds will Herthas Genki Haraguchi zurückholen - Japaner hat aber auch noch Angebote aus England

Hertha: Der Abschied des Japaners rückt näher

Urawa will Haraguchi zurückholen

Genki Haraguchi

Herthas Genki Haraguchi wird von seinem Ex-Verein Urawa Red Diamonds umworben. picture alliance

Im Berliner Kader für das Spiel gegen Borussia Dortmund am Freitagabend (20.30 Uhr, LIVE! auf kicker.de) steht Haraguchi nicht. Auch beim Rückrundenstart in Stuttgart (0:1) vor Wochenfrist hatte Hertha-Coach Pal Dardai auf den japanischen Nationalspieler verzichtet. Nach seiner Roten Karte im Heimspiel gegen Schalke (0:2) Mitte Oktober hatte Haraguchi über Wochen gar keine Rolle mehr gespielt, erst zum Hinrundenausklang in Leipzig (3:2) kam der schnelle Flügelspieler wieder für 20 Minuten in der Bundesliga zum Einsatz. Es könnte der letzte Pflichtspiel-Auftritt Haraguchis im Hertha-Trikot gewesen sein.

In den vergangenen Tagen ist nach kicker-Informationen Bewegung in die Personalie gekommen. Haraguchi, der seinen Platz im japanischen WM-Aufgebot nicht gefährden will, will und muss in der Rückrunde spielen. In Berlin, das hat er verstanden, kann er das nicht mehr im gewünschten Maße. In den nächsten Tagen muss er eine Grundsatzentscheidung treffen, wo er seine Karriere fortsetzen will – und ob er mit 26 bereit ist zur Rückkehr in die Heimat.

Zwei Optionen in England, auch ein Bundesligist hat vorgefühlt

AFC-Champions-League-Sieger Urawa Red Diamonds hat im Sturm nach dem Abgang seines stärksten Angreifers, des Brasilianers Rafael Silva, zum chinesischen Zweitligisten Wuhan Zall FC, der Mitte der Woche für etwa sieben Millionen Euro fix gemacht wurde, eine offene Planstelle. Haraguchi, 2014 von den Urawa Red Diamonds für 500.000 Euro Ablöse zu Hertha BSC gewechselt, genießt bei seinem Ex-Verein noch immer einen ausgezeichneten Ruf. Allerdings bieten sich ihm auch zwei Optionen in England, zudem hat ein Bundesligist vorgefühlt.

Der Vertrag des Japaners in Berlin läuft bis zum 30. Juni 2018, nach einem monatelangen, zähen Poker hatte Hertha BSC im Mai 2017 sein Angebot zur Vertragsverlängerung zurückgezogen. Im Sommer war ein Interesse von Premier-League-Aufsteiger Brighton&Hove Albion versandet, ohne dass es zu Verhandlungen kam. Jetzt rückt der Abschied des Mannes, der eher für Tempo als für Tore (vier Treffer, sieben Assists in 91 BL-Spielen) steht, näher. Und wie schon bei Valentin Stocker, der Mitte der vergangenen Woche ablösefrei zu seinem Ex-Klub FC Basel gewechselt war, könnte erneut eine Rückrufaktion aus der Heimat erfolgreich sein.

Steffen Rohr