Lutz Michael Fröhlich erkennt ein "Geschmäckle"

Videobeweis: "Keller in Köln ist keine Ideallösung"

Lutz Michael Fröhlich

Macht sich weiterhin intensiv Gedanken um den Videobeweis: Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich. imago

Lutz Michael Fröhlich wünscht sich, dass der Videoassistent in der Bundesliga künftig in den Stadien vor Ort ist - und nicht in Köln sitzt. Das Arbeitsumfeld in einem "Keller in Köln" sei "keine Ideallösung", sagte der Schiedsrichter-Chef am Mittwoch beim Neujahrsempfang des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV).

Der 60-Jährige bezeichnete dies sogar als "Inkarnation der Intransparenz". Fröhlich ergänzte kurz darauf: "Man muss sich um die Transparenz natürlich keine Gedanken machen, aber ein Geschmäckle hat das schon."

Der frühere und langjährige Bundesliga-Schiedsrichter beschrieb die Arbeitssituation des Videoassistenten in Köln als "dunkel". Außerdem "werden Schatten auf den Bildschirm geworfen". Fröhlich weiter: "Ich sehe das auch schwierig, es ist aber wohl die technisch beste Lösung."

Die öffentlich seit Monaten aufkommende Kritik, die zu einer intensiven Sitzung und Nachjustierungen in diesem Winter geführt hat , kann Fröhlich in Teilen nachvollziehen - eben weil der Videoassistent in besagtem "Keller in Köln" sitzt. Dennoch stellte der Schiedsrichter-Chef auch klar: "Der Feldschiedsrichter hat immer das letzte Wort. Da sind wir jetzt auch auf einem guten Weg."

mag/dpa

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