Ein Blick auf die Effektivität von Trainerwechseln zum Jahresende

Warum der 1. FC Köln nicht absteigen kann

Stefan Ruthenbeck

Das Lachen ist zurückgekehrt: Der 1. FC Köln und Stefan Ruthenbeck träumen vom Klassenerhalt. imago

Spätestens nach dem dramatischen 3:4 nach 3:0-Führung gegen den SC Freiburg schien das Schicksal des FC besiegelt zu sein. Beim Bundesliga-Einstand vom damaligen Interimstrainer Stefan Ruthenbeck ging am Ende alles schief - wie schon in der gesamten bisherigen Saison. Zwölf Punkte fehlten zum Relegationsrang.

Etwas mehr als ein Monat ist seitdem vergangen und Köln darf tatsächlich wieder träumen. Nach zwei Heimsiegen (1:0 gegen Wolfsburg, 2:1 gegen Gladbach) - den ersten beiden Erfolgen in dieser Saison - ist das rettende Ufer nur noch sieben Zähler entfernt. Ruthenbeck war schon in der Winterpause mit einem Vertrag bis zum Saisonende ausgestattet worden.

Bislang hat sich der Trainerwechsel von Peter Stöger zum gebürtigen Kölner also voll ausgezahlt. Geht es nach der Statistik, dann wird das auch so bleiben. In den vergangenen zehn Jahren haben sieben Tabellenletzte kurz vor der oder in der Winterpause den Coach ausgetauscht - und keiner stieg ab!

Was außerdem für Ruthenbeck und den FC spricht: Der "Stallgeruch". Ein Trainer aus dem eigenen Verein hat bislang - ebenfalls während der Winterzeit - ohne Ausnahme mehr Punkte ergattert als sein Vorgänger. Bei externen Trainern liegt die Quote "nur" bei 81 Prozent. Bei den drei Entlassungen im 4. Quartal 2017 erweitern Ruthenbeck und Bremens Florian Kohfeldt die Liste auf zwölf Nachfolger aus dem eigenen Stall.

Am Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) steigt der große Abstiegsgipfel beim Vorletzten aus Hamburg. Gewinnt Ruthenbeck auch den, stehen die Chancen plötzlich wieder gut, dass die Statistik 2018 erneut Recht behält.

mkr/David Riedel/Christoph Huber

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