ManUnited-Legende tritt die Nachfolge von Coleman an

Nicht unumstritten: Giggs wird walisischer Nationaltrainer

Ryan Giggs

Wird in Wales nicht nur mit offenen Armen empfangen: Der neue Nationaltrainer Ryan Giggs. imago

Der walisische Fußballverband (FAW) hat seinen Wunschkandidaten bekommen: Wie die Football Association of Wales am Montag mitteilte, übernimmt Giggs die Nachfolge von Chris Coleman, der seinen Posten als Nationaltrainer im November nach der verpassten WM-Qualifikation verließ und beim englischen Zweitligisten AFC Sunderland anheuerte. Der 44-Jährige erhält einen Vierjahresvertrag.

"Ich bin so stolz, dass mir die Ehre zu Teil wird, das Nationalteam trainieren zu dürfen", wird Giggs in der Mitteilung des Verbandes zitiert: "Ich kann es nicht erwarten, mit den Spielern zu arbeiten." FAW-Boss Jonathan Ford sagte: "Angesichts seiner riesigen Erfahrung als Spieler und Trainer des größten Klubs der Welt sind wir zuversichtlich, dass unser Nationalteam vor einer erfolgreichen Zukunft liegt."

Als Nationalspieler sagte Giggs immer wieder für Tests ab

Giggs absolvierte als Spieler zwischen 1991 und 2007 64 Länderspiele für Wales, geriet jedoch immer wieder in die Kritik. Weil er sich für Freundschaftsspiele regelmäßig abmeldete - nach seinem Debüt als zu diesem Zeitpunkt jüngster walisischer Nationalspieler aller Zeiten im Oktober 1991 verpasste er 18 (!) in Folge -, wurde sein Engagement von vielen infrage gestellt. Auch deshalb wird seine Ernennung zum Nationaltrainer längst nicht von jedem begrüßt. Die Meinungen über Giggs in seiner Heimat sind gepalten, viele Fans wird er erst auf seine Seite bringen müssen.

Interimscoach, van Gaals Assistent, erfolglose Bewerbung in Swansea

Erfahrungen als Cheftrainer hat Giggs noch nicht vorzuweisen. Bei Manchester United führte er die Saison 2013/14 nach der Entlassung von David Moyes zu Ende, stand viermal als Interimscoach an der Seitenlinie. In den beiden folgenden Spielzeiten fungierte er als Assistent von Louis van Gaal, als José Mourinho im Old Trafford aufschlug, verließ Giggs den Verein - vorerst, wie viele glauben.

Im Oktober 2016 war Giggs Kandidat auf den Trainerposten bei Swansea City. Die Waliser entschieden sich jedoch letztlich für den US-Amerikaner Bob Bradley, der ein kurzes wie erfolgloses Gastspiel in der Premier League gab.

Vorgänger Coleman hatte Wales bei der EURO 2016 sensationell ins Halbfinale geführt, konnte mit seinem Team aber nicht an diesen Erfolg anknüpfen. Die WM 2018 in Russland verpasste Wales, das hinter Belgien und Irland nur auf Platz drei landete.

ski

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