Bundesliga

Augsburgs Sergio Cordova: Bemüht, aber "zu statisch"

Augsburg: Startelfdebüt des Venezolaners

"Büffel" Cordova: Bemüht, aber "zu statisch"

Sergio Cordova

Zum ersten Mal in der Startelf: Augsburgs Angreifer Sergio Cordova. imago

In der 39. Minute zeigte Cordova, was ihn auszeichnet. Er zog mit Tempo und Wucht nach innen, ließ zwei Hamburger stehen und feuerte mit rechts aufs lange Eck. Julian Pollersbeck lenkte den etwas zu unplatzierten Schuss übers Tor. Es war die beste Szene des Augsburger Angreifers, der den erkälteten und an der Achillessehne verletzten Finnbogason im Angriff vertrat.

"Sergio hat es für das erste Spiel gut gemacht", sagte Baum und ergänzte. "Wir konnten Alfred nicht ganz adäquat ersetzen, haben aber trotzdem gute Qualität in der Hinterhand." Gegen die robusten und routinierten Hamburger Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos und Mergim Mavraj hatte der Youngster einen schweren Stand, er war zwar engagiert, aber immer wieder auch überhastet und letztlich nicht effektiv genug.

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"Sergio hat sich reingekämpft, am Anfang war er zu statisch", meinte Manager Stefan Reuter, der aber auch die Nebenleute kritisierte: "Wir haben auch nicht so gut gespielt, um ihn in Szene zu setzen." Kapitän Daniel Baier sah es ähnlich: "Er bringt viel Power mit, arbeitet für die Mannschaft. Seinen Schnelligkeitsvorteil hätten wir besser nutzen können."

"Alfred wäre wichtig gewesen"

Michael Gregoritsch bescheinigte seinem neuen Partner im Angriff ebenfalls großen Einsatz und körperliche Präsenz: "Er ist ein unglaublicher Büffel, hat alles reingeworfen." Dass bei einem 20-Jährigen einiges noch nicht klappt, ist verständlich. "Sergio hat es in der ersten Halbzeit gut gemacht. Alfred wäre in der zweiten mit seiner Erfahrung wichtig gewesen", meinte Verteidiger Martin Hinteregger.

Mit seiner Reife, Spielintelligenz und vor allem Abschlussstärke ist Finnbogason für den FCA nicht zu ersetzen. Immerhin besteht die Hoffnung auf ein schnelles Comeback. Am Dienstag soll der Isländer wieder ins Training einsteigen.

David Bernreuther