Bundesliga

Ofori beim VfB Stuttgart auf dem Abstellgleis: Ein schwerer Fall

Stuttgart: Der Defensivmann tut sich bei Klubsuche schwer

Ofori: Ein schwerer Fall

Ebenezer Ofori

Hat in Stuttgart derzeit keine realistische Chance: Ebenezer Ofori. imago

In Sachen Neuzugang ist die Meinung von Hannes Wolf klar: Eine weitere Verpflichtung in dieser Wintertransferperiode käme ihm gelegen, komme aber nur in Frage, "wenn es der richtige Spieler ist". Einer, der "uns helfen würde. Bevor der falsche Spieler kommt, gehe ich mit diesem Kader in die Rückrunde". Keine Hilfe erwarten die Stuttgarter jedenfalls von Ebenezer Ofori. Der Ghanaer, der vor einem Jahr von AIK Solna geholt wurde, darf und soll weg. "Wir wollen den Spielern eine realistische Einsatzchance bieten", erklärt Wolf. "Wenn man merkt, dass die nicht da ist, muss man sprechen. Das ist auch im Sinne der Spieler."

Schon vor Monaten wurde Ofori signalisiert, dem für die Bundesliga allen voran das Tempo in den Beinen und in der Handlungsschnelligkeit fehlt, dass er sich wohl lieber ein neues Betätigungsfeld sucht. Sein katastrophaler Schlussminuten-Einsatz in Frankfurt (1:2), wo der Defensivmann stark an der Last-Minute-Niederlage der in Überzahl spielenden Schwaben beteiligt war, sollte sein erster und letzter Einsatz in der Bundesliga sein. "Spieler wollen spielen. Deswegen ist Ebenezer auf der Suche", sagt der Coach, der den Nationalspieler als "Superjunge" beschreibt, der "sich immer gut eingebracht" hat. "Aber in dem System braucht man eine realistische Chance zu spielen. Und die sehen wir nicht, die sieht auch er nicht. Deswegen orientiert er sich, ob es eine Alternative gibt, sich zu verändern."

Das Problem ist allerdings, dass es für Ofori aktuell keine wirklichen, keine konkreten Interessenten gibt. Anders als bei Anto Grgic, der sich dem FC Sion angeschlossen hat, tut sich der Ghanaer schwer. Auch die Kontakte nach Skandinavien, wo er durch seine Zeit bei Solna durchaus einen Namen hat, führten bisher zu keinen erwähnenswerten Angeboten. Ofori droht beim VfB sitzenzubleiben.

George Moissidis

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