3. Liga

"Nichts beschönigt": Dem finanziell angeschlagenen Halleschen FC droht der "Worst Case"

Personelle Lage entspannt sich beim HFC

"Nichts beschönigt": Halle droht der "Worst Case"

HFC-Trainer Rico Schmitt und Vereinspräsident Dr. Michael Schädlich (v.li.)

Lagebesprechung: HFC-Trainer Rico Schmitt und Vereinspräsident Dr. Michael Schädlich (v.li.). imago

"Ich würde gern in Cottbus spielen, das wird bestimmt ein interessanter Vergleich", erklärte Martin Röser, der aufgrund von Adduktorenproblemen auszufallen droht, auf der Internetseite des Vereins. Einer der wenigen, auf die Trainer Rico Schmitt nicht zählen könnte, denn das Lazarett beim HFC hat sich gelichtet.

So konnten Erik Zenga (Grippe), Mathias Fetsch (Erkältung) und die beim Testspiel gegen Inter Leipzig (5:0) nicht mitwirkenden Braydon Manu, Martin Ludwig und Pascal Pannier am Dienstag das Mannschaftstraining bestreiten und so den Konkurrenzkampf anheizen. "Der Wettbewerb tut gut", freute sich Schmitt.

Trainersteckbrief Schmitt

Schmitt Rico

Hallescher FC - Die letzten Spiele
Meppen (A)
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Waldhof (H)
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Hallescher FC - Vereinsdaten

Gründungsdatum

26.01.1966

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Unsere wirtschaftliche Situation ist zweifellos brisant.

HFC-Präsident Dr. Michael Schädlich

Was nicht gut tut, ist die finanzielle Schieflage. Am Dienstag trafen sich daher die HFC-Vorstandsmitglieder Dr. Michael Schädlich und Ralph Kühne mit Teilen des Verwaltungsrates und Vertretern der wichtigsten Partner, um nach Lösungen zu suchen, wie der Verein mitteilte. "Wir haben nichts beschönigt und alle Zahlen auf den Tisch gelegt. Im Frühjahr müssen wir eine durchaus erhebliche Deckungslücke schließen, haben erste Maßnahmen eingeleitet und unsere langjährigen Partner um Unterstützung gebeten", sagte HFC-Boss Schädlich. "Es gibt einen Worst Case und einen Best Case. Wir haben den schlimmstmöglichen Fall als Diskussionsgrundlage gewählt, um allen Beteiligten die Ernsthaftigkeit der Lage deutlich zu machen", so Schädlich, nachdem "die Einnahmen 2017/18 hinter den kalkulierten Erwartungen zurückbleiben".

Die richtigen Schlüsse ziehen

"Unsere wirtschaftliche Situation ist zweifellos brisant. Deshalb haben wir so früh wie möglich reagiert und gehen davon aus, gemeinsam mit unseren Partnern, Mitgliedern und Mitarbeitern diese schwierige Phase zu meistern", gibt sich Schädlich aber optimistisch. Die Verantwortlichen des Drittligisten wollen aus der derzeitigen misslichen Lage "die richtigen Schlüsse" ziehen und "den Etat 2018/19 im anstehenden Lizenzierungsverfahren auf ein realistisches Maß" anpassen.

nik

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