Bundesliga

Piszczek: "Die Mannschaft ist nicht von mir abhängig"

Mit dem Polen verlor der BVB 2017 kein Bundesligaspiel

Piszczek: "Die Mannschaft ist nicht von mir abhängig"

Lukasz Piszczek

Könnte zum Rückrundenauftakt gegen Wolfsburg wieder einsatzfähig sein: Lukasz Piszczek. imago

Aus Dortmunds Trainingslager in Marbella berichtet Matthias Dersch

"Warm hier", sagt Lukasz Piszczek, als er sich in der Mittagszeit auf der Terrasse des Dortmunder Teamhotels in Marbella in die Runde mit den Pressevertretern setzt. Der Plan des BVB, sich in Spanien bei optimalen äußeren Bedingungen auf die Rückrunde vorzubereiten, ging an den ersten anderthalb Tagen des Trips an die Costa del Sol voll auf. Doch es ist mehr als das perfekte Hotel und das sehr gute Wetter, das die Zuversicht bei der Borussia wachsen lässt. Der Optimismus hängt auch mit Piszczek zusammen. Mit dem Spieler also, der im Kalenderjahr 2017 kein einziges Bundesliga-Spiel verloren hat.

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Piszczek

Piszczek Lukasz

Nach Piszczeks Verletzung ging es bergab

Der Rechtsverteidiger, der sowohl auf dem Platz als auch im internen Wirken enorm wichtig ist für den BVB, steht in Marbella wieder auf dem Trainingsplatz und könnte bereits beim Rückrundenauftakt gegen Wolfsburg am 14. Januar wieder einsatzfähig sein. Ähnlich wie Mario Götze, Erik Durm und Gonzalo Castro, die ähnlich wie Piszczek in der Hinrunde lange ausgefallen waren. Nachdem sich der Pole im Oktober bei der Nationalmannschaft am Knie verletzt hatte, lief beim BVB nicht mehr viel zusammen. "Danach ging es bergab", sagte jüngst Hendrie Krüzen, Co-Trainer unter dem inzwischen entlassenen BVB-Trainer Peter Bosz gegenüber "Tubantia", "er hat die Spieler mitgenommen, war enthusiastisch." Kurzum: Piszczek war für Dortmunds Erfolg enorm wichtig.

"Ich denke nicht, dass die Mannschaft abhängig ist von mir", sagt Piszczek in Marbella. "Es kamen einige Dinge zusammen in dieser Zeit, die dazu geführt haben, dass wir nicht mehr so erfolgreich waren. Mein Ausfall hat vielleicht ein bisschen mit reingespielt, aber sicher nicht mehr." Aber woran lag es dann? "Wir waren nie bei 100 Prozent, auch nicht in der Phase, als wir noch gewonnen haben", sagt Piszczek, "in der zweiten Phase der Hinrunde hat uns dann das Glück gefehlt, das wir zum Start noch hatten."

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In der Rückrunde soll es zurückkehren, idealerweise gepaart mit einem besseren Verhalten auf dem Feld. Die ersten Schritte dazu unternahm der BVB unter dem neuen Trainer Peter Stöger bereits vor der Winterpause. Durch die Siege in Mainz (2:0) und gegen Hoffenheim (2:1) sprang der BVB auf Rang drei - und damit ins Soll. In Marbella soll jetzt die nächste Entwicklungsstufe genommen werden. "Wir arbeiten hier viel an der Defensive", sagt Piszczek, der Stögers Ansatz mit dem unter seinem Vor-Vor-Vorgänger Jürgen Klopp vergleicht: "Wir wollen wieder defensiv gut stehen und dann schnell umschalten." Und das mit seiner Hilfe.

Vertrag bis 2019 - und dann noch ein Jahr?

Nach Roman Weidenfeller und Marcel Schmelzer ist Piszczek der dienstälteste Borusse im Kader. Bis 2019 läuft sein Vertrag noch. Doch die Gedanken kreisen schon jetzt um die Zeit danach. "Ich würde gerne noch ein Jahr beim BVB dranhängen", sagt der 32-Jährige, "wenn der Klub das auch will, werden wir das sicher tun." Statistisch betrachtet dürfte es keinen Grund geben, der dagegenspricht.

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