Thomas Pyschik im Gespräch

Mercedes überdenkt eSport-Strategie

Seit mehreren Jahren engagiert sich Mercedes-AMG Motorsport bereits im eSport.

Seit mehreren Jahren engagiert sich Mercedes-AMG Motorsport bereits im eSport. kicker eSport

Seit mehreren Jahren engagiert sich Mercedes bereits im eSport. Das Unternehmen veranstaltet regelmäßig die Mercedes-AMG Motorsport eRacing Competition, bei der die besten SimRacer aus aller Welt im virtuellen Cockpit gegeneinander antreten. "Die Szene erfreut sich größter Beliebtheit, wächst rasant und bietet dementsprechend auch für uns neue Perspektiven und Handlungsfelder. Somit war der Einstieg in das Thema eRacing nicht die Frage des obs, sondern des wann", erklärt Thomas Pyschik, Leiter Strategie und Digitalisierung bei Mercedes-AMG Motorsport, die Entscheidung.

Zusätzlich wolle man mit dem Wettbewerb auch eine "weitere Plattform zur Interaktion mit der DTM" schaffen. Aus diesem Grund findet das Finale auch traditionell offline während des realen DTM-Finales statt.

Keine Pläne für eigenen SimRacer

"Die Mercedes-AMG Motorsport eRacing Competion war für uns der Einstieg in die SimRacing-Szene", führte Pyschik fort. Bei dem Wettbewerb allein scheint das Unternehmen aber nicht bleiben zu wollen. "Nach Abschluss der Saison werden wir unser Engagement als auch die SimRacing-Szene weitergehend analysieren und unsere Strategie daran ausrichten und weiterentwickeln."

Dementsprechend hält man sich bedeckt, was die Zukunft angeht. Zurückhalten möchte man sich auch, wenn es um die Verpflichtung eines eigenen SimRacers geht. "Wir sind hier noch etwas abwartend unterwegs und haben bisher noch keine Pläne in diese Richtung."

Vorgemacht hat es bereits McLaren. Der Luxusautohersteller verpflichtete mit Rudy van Buren als erstes professionelles Motorsport-Team einen SimRacer, und auch Formel 1-Weltmeister Fernando Alonso kündigte Ende des vergangenen Jahres ein eigenes eSport-Team in Kooperation mit G2 Esports an. Dementsprechend ist es wenig überraschend, dass es laut Pyschik "nicht auszuschließen" sei, dass in Zukunft weitere Formel 1-Teams hinterherziehen.

Kristin Banse

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