Int. Fußball

ManCity-Trainer Pep Guardiola schlägt Alarm: "Wir werden die Spieler noch umbringen!"

Manchester Citys Trainer schlägt Alarm

Guardiola: "Wir werden die Spieler noch umbringen!"

Pep Guardiola

"... und das ist ein großer Fehler": ManCity-Trainer Pep Guardiola schlägt Alarm. imago

Manchester Citys Terminplan gehört in dieser Saison zu den gnädigsten der ganzen Liga. Gnädig bedeutet: Seit der letzten Länderspielpause - und die begann Ende September - hat Pep Guardiolas Mannschaft durchweg zu absolvieren gehabt, was hierzulande "englische Woche" genannt wird. Seit Dezember standen allein in der Liga acht Spieltage an, zuletzt spielte City am Sonntag und Dienstag. Leicester City musste binnen 213 Stunden sogar viermal ran.

Als "Desaster" bezeichnete Guardiola das bereits vor dem 3:1-Sieg gegen Watford am Dienstagabend , anschließend legte er noch einmal nach: "Wir werden die Spieler noch umbringen!" Es sei einfach "nicht normal, am 31. Dezember und zwei Tage später schon wieder zu spielen".

Premier League by DAZN

"Wir bringen die Spieler um": Guardiola beklagt Belastung

alle Videos in der Übersicht

"Die Bosse müssen darüber nachdenken. Ich weiß, die Show muss weitergehen, und es ist eigentlich egal, mit wem sie weitergeht. Wenn ein Trainer nicht da ist, ist es ein anderer, wenn Spieler nicht da sind, sind es andere", setzte Guardiola seinen Appell fort.

"Wir schützen die Spieler nicht, dabei ist jeder nur ihretwegen in diesem Geschäft"

"Aber wir schützen die Spieler nicht, dabei ist jeder nur ihretwegen in diesem Geschäft - nicht meinetwegen, nicht euretwegen. Die Leute kommen, um sich an den Leistungen der Spieler zu erfreuen, nicht an denen der Trainer auf den Pressekonferenzen. Hier in England werden die Spieler nicht geschützt, und das ist ein großer Fehler." Man sei ja nicht beim Basketball oder Tennis. "Die Spieler brauchen Erholung. Schaut euch einfach die ganzen muskulären Verletzungen an."

Rechtsverteidiger Kyle Walker etwa griff sich am Dienstag an den Oberschenkel und hat laut Guardiola dort nun womöglich "ein kleines Problem", zuvor hatte ManCity bereits Gabriel Jesus mit einer Knieverletzung verloren. "Er wird vier bis sechs Wochen fehlen, vielleicht auch etwas länger." Immerhin: Der Brasilianer, der nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung beim 0:0 bei Crystal Palace hemmungslos geweint hatte, muss nicht operiert werden. "Gott sei Dank ist es nicht so schlimm!", schrieb er selbst auf Twitter.

jpe