Hoffenheim: Der TSG-Coach über Trainingsgast Aigner

Nagelsmann: "Man kann die Fantasie haben"

Zweikampf: Hoffenheims Gastspieler Stefan Aigner gegen Florian Grillitsch (re.).

Zweikampf: Hoffenheims Gastspieler Stefan Aigner gegen Florian Grillitsch (re.). picture alliance

"Ich habe versucht, hinzubiegen, dass er mittrainieren kann, damit man einfach guckt: Vielleicht macht er es so gut, dass wir ihn gar nicht zurückschicken wollen", erklärte der Hoffenheimer Coach mit einem Lächeln auf den Lippen nach dem Vorbereitungsauftakt am Dienstag. Denn: "Gerade bei Eintracht Frankfurt in seinem letzten Jahr hatte er eine Super-Quote." Nagelsmann dürfte damit die vorletzte Aigner-Saison (2014/15) in Hessen meinen. Da traf der Flügelstürmer in 28 Partien starke neunmal, 2015/16 waren es nur drei Tore bei 31 Einsätzen. Es folgte das wohl bitterste Jahr in der Karriere Aigners, negativ gekrönt mit dem Abstieg von 1860 München. Ende Juli dann der Wechsel zu den Colorado Rapids, wo er bei neun Einsätzen auf zwei Tore sowie eine Vorarbeit kam.

Nun also das Gastspiel im Kraichgau. "Die Ursprungsidee war, dass er hospitiert", erklärt Nagelsmann, der vier Jahre gemeinsam mit Aigner im Löwen-Nachwuchs verbrachte. Weil Aigner aber noch ein paar Jahre kicken will, habe er ihm gesagt, dass eine Hospitanz wenig Sinn mache, so Nagelsmann: "Da wollte ich ihm einfach die Möglichkeit geben, sich fitzuhalten, weil die Winterpause in den USA extrem lang ist. Natürlich kann man die Fantasie haben, dass es einer überraschend gut macht. Dass er etwas kann, hat man schon gesehen. Aber: Das ist nicht die vordergründige Idee, sondern Wunschdenken. Die erste Idee ist einfach, dass er sich fit hält." Bis 18. Januar bleibt der 30-Jährige noch in Deutschland, dann geht es zurück über den großen Teich. Das zumindest ist der Plan.

Benni Hofmann

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